Panorama
Google Earth erspähte 1600 Hanfpflanzen im Thurgau
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 29.01.2009
Satellitenbild des Thurgau: Auf einer solchen Aufnahme von Google Earth war das Hanffeld zu sehen. Wo genau, sagt die Polizei aus taktischen Gründen nicht.
Eisbär Knut bei Drogenfahndung dabei
Als im Frühjahr 2007 die Ermittlungen gegen die Cannabis-Grosshändler anliefen, war der kleine Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo in aller Munde. Der süsse, junge Bär begeisterte offenbar nicht nur die Tierfreunde rund um den Globus, sondern auch die Kriminalpolizei Zürich.
Kurzerhand gaben die Ermittler dem umfangreichen Verfahren den Decknamen Knut. Auf Anfrage sagt der leitende Beamte Norber Klossner, der Eisbär oder sein Wohnort Berlin haben keinen direkten Zusammenhang mit dem Fall. Der Name wurde verwendet, weil der damals in aller Munde war.
Die Beamten der Kantonspolizei Zürich staunten nicht schlecht, als sie im Internet ein Feld mit 1600 Hanfpflanzen entdeckten. Zu sehen waren die Pflanzen auf den Satellitenbildern von Google Earth, einer frei zugänglichen Karte im Internet.
Auf die Bilder der Drogenproduktion gestossen waren die Beamten per Zufall. Laut Oberleutnant Norbert Klossner von der Kantonspolizei Zürich habe ein Mitarbeiter auf Google Earth den genauen Standort des Bauernhofes nachgeschaut. Dabei fiel dem Ermittler ein Maisfeld auf, das rund um ein zweites Feld angelegt war. Die verdächtige Fläche hatte die Grösse eines Fussballfeldes und stellte sich als Hanffeld heraus.
Die grosse Menge belastet Bauer schwer
Aus Persönlichkeitsschutz gibt die Polizei die Aufnahme nicht frei. Inwieweit die Satellitenbilder von Google Earth in Ermittlungen einbezogen werden, will die Polizei aus taktischen Gründen nicht bekannt geben.
Dem Bauer droht eine mehrjährige Haftstrafe wegen Produktion und Handel mit Betäubungsmitteln. Dabei spielt es laut der Staatsanwältin eine untergeordnete Rolle, dass es sich bei Cannabis um eine sogenannt weiche Droge handelt. Grund ist die grosse Menge: Der Landwirt wird angeklagt, rund 1,5 Tonnen der Droge produziert zu haben (siehe links, Artikel zum Thema). (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.01.2009, 15:58 Uhr
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