Google Earth erspähte 1600 Hanfpflanzen im Thurgau

Beim Schlag gegen eine Bande von Drogendealern entdeckte die Polizei im Internet ein grosses Hanffeld. Die Pflanzen waren auf Google Earth zu sehen. Dem Bauer droht nun mehrjähriger Knast.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Beamten der Kantonspolizei Zürich staunten nicht schlecht, als sie im Internet ein Feld mit 1600 Hanfpflanzen entdeckten. Zu sehen waren die Pflanzen auf den Satellitenbildern von Google Earth, einer frei zugänglichen Karte im Internet.

Auf die Bilder der Drogenproduktion gestossen waren die Beamten per Zufall. Laut Oberleutnant Norbert Klossner von der Kantonspolizei Zürich habe ein Mitarbeiter auf Google Earth den genauen Standort des Bauernhofes nachgeschaut. Dabei fiel dem Ermittler ein Maisfeld auf, das rund um ein zweites Feld angelegt war. Die verdächtige Fläche hatte die Grösse eines Fussballfeldes und stellte sich als Hanffeld heraus.

Die grosse Menge belastet Bauer schwer

Aus Persönlichkeitsschutz gibt die Polizei die Aufnahme nicht frei. Inwieweit die Satellitenbilder von Google Earth in Ermittlungen einbezogen werden, will die Polizei aus taktischen Gründen nicht bekannt geben.

Dem Bauer droht eine mehrjährige Haftstrafe wegen Produktion und Handel mit Betäubungsmitteln. Dabei spielt es laut der Staatsanwältin eine untergeordnete Rolle, dass es sich bei Cannabis um eine sogenannt weiche Droge handelt. Grund ist die grosse Menge: Der Landwirt wird angeklagt, rund 1,5 Tonnen der Droge produziert zu haben (siehe links, Artikel zum Thema). (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

(Erstellt: 29.01.2009, 15:58 Uhr)

Service

Von Kino bis Festival

Finden Sie hier die schönsten Events in unserer Region.

Werbung

Service

Die Welt in Bildern

Präsentieren ihre Herbstmode: Die Felle dieser Schafe im nordenglischen Troutbeck sind mit fluoreszierendem Orange gefärbt, wodurch Viehdiebe abgeschreckt werden sollen. (29. September 2016)
(Bild: Oli Scarff) Mehr...