Panorama
Finanzpolizei erwischt in Chiasso Schmuggler mit 134 Milliarden Dollar
Endstation für zwei Schmuggler: Zollabfertigung am Bahnhof Chiasso. (Bild: Keystone)
Wenn die Geschichte wirklich stimmt, handelt es sich um einen der grössten aufgedeckten Schmuggelfälle überhaupt. Es geht um zwei Japaner, die ein riesiges Vermögen in der Höhe von 134 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 143,5 Milliarden Franken) in die Schweiz schleusen wollten. Die beiden Schmuggler hatten am 3. Juni in Mailand einen Regionalzug bestiegen, der sie in Chiasso über die Landesgrenze bringen sollte, wie die italienische Finanzpolizei meldet. Am Bahnhof Chiasso war Endstation.
Koffer mit doppeltem Boden
Beim beschlagnahmten Vermögen handelt es sich nach Angaben der Finanzpolizei um 249 US-Staatsobligationen mit einem Nennwert von je 500 Millionen Dollar sowie zehn sogenannte Kennedy-Bonds zu je einer Milliarde Dollar. Die Papiere entdeckten die italienischen Beamten in einem Koffer mit doppeltem Boden. Dass sie Anfang Juni in Chiasso zwei Geldschmuggler erwischte, vermeldete die Guardia di Finanza erst in dieser Woche.
Zahlreiche Fragen noch offen
Im Moment gibt es noch wenig gesicherte Informationen, viele Fragen bleiben ohne Antworten. Insbesondere ist nicht bekannt, ob die beschlagnahmten Wertpapiere echt sind. Der Online-Dienst International Business News meldete, dass es Kennedy-Bonds mit einem Nennwert von einer Milliarde Dollar in dieser Form bisher nie gegeben habe. Anderen Medienberichten zufolge waren die Papiere dem ersten Anschein nach authentisch, auch die üblichen Dokumentationen zu den Anleihen sollen vorhanden gewesen sein. Unklar ist auch die Identität der Schmuggler, die angeblich zwei Japaner im Alter von mehr als 50 Jahren sind. Auch in dieser Frage laufen Abklärungen. (vin)
Erstellt: 12.06.2009, 17:01 Uhr
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