Eurostar wieder eingefroren
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Vier Verbindungen fielen bis am frühen Nachmittag aus, wie die Betreiber mitteilten. Zwar laufe derzeit der Betrieb auf der Strecke unter dem Ärmelkanal, doch könne es zu Verspätungen und weiteren Streichungen kommen, hiess es. Das Unternehmen empfahl den Reisenden, für Mittwoch geplante Fahrten umzubuchen. Während eines Kälteeinbruchs kurz vor Weihnachten war der Zugverkehr vollständig zum Erliegen gekommen. Tausende Reisende sassen auf den Bahnhöfen fest.
Die Eiseskälte hat grosse Teile Europas weiter fest im Griff. Nur im Südosten des Kontinents war es am Mittwoch mit Temperaturen bis zu 23 Grad frühlingshaft warm. In Grossbritannien, wo derzeit einer der härtesten Winter der vergangenen Jahrzehnte herrscht, behinderten Schneestürme den Flugverkehr. Der Flughafen London Gatwick - der zweitgrösste des Landes - sowie die Flughäfen in Bristol und Exeter blieben am Morgen geschlossen. Auch in London Heathrow wurden Verspätungen und Ausfälle erwartet. Zahlreiche Autofahrer strandeten auf Autobahnen. Tausende Schulen blieben erneut geschlossen. Die Spitäler bereiteten Notfallpläne vor.
Überschwemmungen in Italien
Auch im Westen Frankreichs behinderten Schnee und Eis den Verkehr. Auf den Landstrassen kam der Verkehr nur langsam voran. In einigen Regionen durften weder Lastwagen noch Schulbusse fahren. Der französische Wetterdienst rechnete damit, dass die Kältewelle bis Mitte Januar anhalten wird.
In Nord- und Mittelitalien kam es wegen starker Regenfälle zu Überschwemmungen. So wurden in der toskanischen Provinz von Livorno in der Nacht auf Mittwoch mehrere Häuser sicherheitshalber evakuiert. Bei der Universitätsstadt Perugia trat der durch heftigen Niederschlag angeschwollene Tiber über die Ufer. Die Feuerwehr musste immer wieder ausrücken.
In Neapel behinderten die raue See und starker Wind den Schiffsverkehr: Zahlreiche Fahrten zu den nahe gelegenen Inseln Capri, Ischia und Procida mussten gestrichen werden. Im norditalienischen Ravenna wurde ein im Schnee stecken gebliebenes Auto von einem Zug überrollt - die Insassen hatten das Fahrzeug zum Glück zuvor verlassen.
23 Grad in Griechenland
Rund um die Ägäis erleben die Menschen dagegen einen der wärmsten Winter seit Jahrzehnten. In Athen, den Inseln der Ägäis und auf Kreta lagen die Temperaturen zwischen 15 und 23 Grad Celsius, wie das Nationale Meteorologische Amt mitteilte. Sogar in den Gebirgsregionen Mittelgriechenlands war es 10 Grad warm.
Im gesamten östlichen Mittelmeer wehten zudem starke und warmfeuchte Südwinde. Dieses Phänomen führte zu Hochwasser in der Ägäis. In vielen Hafenstädten sei das Wasser über die Kaimauer gestiegen und habe die Küstenstrassen überflutet, berichtete das Radio. Die Wärme soll mindestens bis kommenden Sonntag andauern. (cpm/sda)
Erstellt: 06.01.2010, 15:02 Uhr
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