«Es war fürchterlich, es war wie ein Erdbeben»
Von Jürg Spori. Aktualisiert am 13.04.2011 128 Kommentare
Artikel zum Thema
Das Drama bahnte sich gestern Abend gegen 18.45 Uhr neben dem grossen Schimmbecken im Bernaqua an, als sich eine Decke löste und zu Boden krachte. Die alarmierte Feuerwehr und die Sanitätspolizei Bern bargen die Verletzten und sperrten die Unfallstelle ab.
Geschockt
«Es war fürchterlich, es war wie ein Erdbeben, der Luftdruck hat mich beinahe umgeworfen», erzählte Kate Camenan aus Biel. Sie befand sich mit ihrem Sohn und drei anderen Kindern im Bernaqua. Sie erlebte den Deckeneinsturz aus nächster Nähe mit und rannte danach mit den Kindern sofort aus dem Bad. «Ich bin total geschockt», sagte sie vor dem abgeriegelten Eingang. Gäste, die das Bad nicht freiwillig verlassen wollten, wurden evakuiert. Viele von ihnen verliessen das Erlebnisbad mit ernstem Gesicht. Nach Angaben der Kantonspolizei stürzte die Decke neben dem Schwimmbecken aus über zehn Metern auf den Boden herab.
Zwei Verletzte
Beim Deckeneinsturz wurden zwei Personen, die sich am Beckenrand aufhielten, getroffen und verletzt. Eine verletzte Person musste mit der Sanitätspolizei der Stadt Bern ins Spital gefahren werden. Die zweite Person wurde vor Ort medizinisch behandelt. Eine dritte Person erlitt einen Schock und wurde von einem Angehörigen der Feuerwehr betreut.
Der Schwimmbereich des Bernaqua wurde sofort abgesperrt, die anwesenden Gäste wurden zum Verlassen des Bades aufgefordert. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern, eine Kompanie des Brandkorps und die Betriebswehr des Westside trafen gemeinsam mit der Kantonspolizei Massnahmen zur Sicherung der Schwimmhalle.
Zur Klärung der genauen Umstände dieses Deckeneinsturzes hat die Staatsanwaltschaft Abklärungen eingeleitet. Warum es zum Einsturz kam, konnte Westside-Mediensprecherin Andrea Grepper nicht sagen. Nach ihren Angaben bleibt das Erlebnisbad bis auf weiteres geschlossen, Spa, Sauna und Fitnessbereich sollen aber bereits heute wieder geöffnet werden.
Das Einkaufszentrum Westside inklusive Erlebnisbad ist vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind projektiert worden. Es wurde erst im Herbst 2008 eröffnet. (Berner Zeitung)
Erstellt: 13.04.2011, 08:09 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
128 Kommentare
Göttlich, diese Kommentare! Alles nur Experten, welche sich hier rumtummeln, ich bin erstaunt über die hohe Fachkompetenz der hier schrbeienden! *vorsicht Sarkasmus*
Jammern ist immer einfacher (und weitaus spannender) als positive Würdigung. Es gibt tatsächlich auch ein paar poitive Dinge am WS, Sie würden staunen...
Antworten
Das Westside ist in bedenklichem Zustand: Vielerorts blättert Gips, gibt es Risse. Korrosion ist sichtbar, Farbe aufgebläht und abgelöst, das Dampfbad seit Wochen eine Sanierungsbaustelle. Planungsmängel sind erkennbar, so gibt es im Bad Notausgänge, welche durch Eisenbahnschotter führen, wie sollen da viele Leute rasch und ohne Zwischenfall barfuss evakuiert werden? Antworten
Panorama
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Bitte warten




