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Erdbeben erschüttert Chile während Gedenkfeier

Aktualisiert am 28.02.2011

Die Chilenen gedachten gerade der über 500 Toten des letztjährigen Erdbebens, als der Seismograph erneut ausschlug. Die Bevölkerung kritisiert die Regierung, der Wiederaufbau schreite nicht schnell genug voran.

Trauert um Familien und Freunde: Junge in Concepción.

Trauert um Familien und Freunde: Junge in Concepción.
Bild: AFP

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Schweres Erdbeben in Chile

Schweres Erdbeben in Chile
Ein Beben der Stärke 8,8 erschütterte am 27. Februar 2010 die Küste vor Chile. Die Folgen waren dramatisch.

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Auf den Tag ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben ist Chile wieder von einem starken Beben erschüttert worden. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nicht vor. Das Beben vom Sonntag erreichte eine Stärke von 6,0. Das Epizentrum lag rund 37 Kilometer südlich der Hafenstadt Concepción in einer Tiefe von knapp 17 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.

Auf den Tag genau vor einem Jahr - am 27. Februar 2010 – waren in Chile 524 Menschen bei einem schweren Erdbeben ums Leben gekommen. Tausende von Menschen gedachten am Sonntag der Folgen dieser Naturkatastrophe.

Die grösste öffentliche Gedenkfeier fand in der Stadt Constitución statt, die damals schwer von dem Beben getroffen worden war. Viele Menschen zündeten Kerzen an und sprachen Gebete. In Küstenstädten wurden von Booten aus Blumen und Schwimmkerzen ins Wasser gelassen. Zur exakten Zeit des Bebens und des anschliessenden Tsunamis wurde eine Schweigeminute eingelegt.

Schleppender Wiederaufbau

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera bezeichnete das Beben als eines der schwersten in der Geschichte des Landes. «Das Jahr 2010 war ein sehr hartes, das wir nie vergessen werden», sagte er in Constitución.

«Wir haben Schmerz gesehen, aber auch Grösse», fügte er in Anspielung auf die Hilfe und Solidarität zwischen den Menschen hinzu. Das Beben der Stärke 8,8 hatte am 27. Februar 2010 das Zentrum und den Süden Chiles erschüttert.

In die Kundgebungen und Gedenkfeiern mischte sich am Sonntag auch Kritik am Tempo der Aufbauarbeiten. In Concepción protestierten rund 2000 Menschen und beklagten, dass der Wiederaufbau zu langsam fortschreite.

Noch immer leben rund 4300 Menschen in von der Regierung bereitgestellten Notunterkünften. Von den etwa 220'000 zerstörten Häusern wurden rund 61 Prozent wieder aufgebaut. (miw/sda)

Erstellt: 28.02.2011, 09:22 Uhr

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