Entlebucher Wolf hat Abschussfrist überlebt und wieder zugeschlagen
Satellitenaufnahme von Sörenberg
Nach vier Wochen Ruhe hat im Entlebuch der Wolf Ende Oktober wieder auf sich aufmerksam gemacht und mehrere Schafe gerissen. In der Nacht auf den 28. Oktober hat der Wolf im Gebiet Sörenberg ein Schaf getötet und ein weiteres verletzt, wie die Luzerner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. In der Zwischenzeit riss der «Entlebucher» Wolf weitere vier Schafe im Raum Flühli. Um weitere Schäden zu verhindern, wurde den Schafhaltern in den gefährdeten Regionen des Kantons empfohlen, ihre Tiere in der Nacht einzustallen. Da die verantwortlichen Stellen davon ausgehen, dass der Wolf auch im kommenden Frühling wieder aktiv sein wird, wurden bereits jetzt Vorbereitungsmassnahmen eingeleitet.
Die interessierten Organisationen und Betroffene haben sich an einem runden Tisch unter der Leitung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald über mögliche und notwendige Massnahmen zum Schutz der Nutztiere unterhalten. Eine Reihe von Massnahmen werden nun gemeinsam konkretisiert, darunter der Einsatz von Herdenschutzhunden, die Behirtung der Herden oder allenfalls auch das Ausscheiden von Grenzertragsflächen, auf denen keine Nutztiere gehalten werden sollten.
Der «Entlebucher Wolf» hatte im Sommer Schlagzeilen gemacht. Nachdem er 30 Schafe gerissen hatte, wurde er im Juli von den Luzerner Behörden zum Abschuss freigegeben. Doch die auf 60 Tage bis zum 19. September befristete Abschussbewilligung überlebte er unbeschadet. (sam/sda)
Erstellt: 03.11.2009, 10:53 Uhr
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