Drogen im begehrtesten Pokal der Welt
Das gute Stück im Original: Weil Titelverteidiger Italien schon daheim ist, wird der Pokal am kommenden Sonntag den Besitzer wechseln. (Bild: Keystone )
Dies teilten die Behörden von Kolumbien mit. Ein Unbekannter habe den Pokal unter falschem Namen als Postsendung in die spanische Hauptstadt Madrid aufgegeben, sagte der Chef der Antidrogenpolizei, General Francisco Patiño. Der Pokal sei den Kontrolleuren verdächtig vorgekommen und deshalb im Postlager geöffnet worden.
Kolumbien ist der weltgrösste Produzent von Kokain. Dem Erfindungsreichtum, mit dem die Schmuggler die Droge ausser Landes transportierten, sind nach aller Erfahrung kaum Grenzen gesetzt. Die Idee mit dem WM-Pokal war allerdings schon deshalb allzu gewagt, weil das Original sich bereits in Südafrika befindet.
Kokain wurde schon in Hohlräumen aller Art versteckt oder noch komplizierter in harmlos erscheinenden Flüssigkeiten gelöst – oder sogar in Kunststoffbelägen für Sporthallen gebunden. Am Bestimmungsort werden die Drogen dann auf chemischem Wege wieder aus den Materialien ausgewaschen. (raa/sda)
Erstellt: 04.07.2010, 07:01 Uhr
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