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Der Verdächtige im Bielersee-Drama will sein Boot zurück

Von Iwan Städler. Aktualisiert am 03.12.2010 2 Kommentare

Laut dem 74-jährigen Hauptverdächtigen hat die Polizei keine DNA-Spuren gefunden. Sie behält das Boot aber weiterhin bei sich.

1/10 Das Boot des 74-Jährigen wird von der Polizei abgeholt.
Leserreporter: zvg

   

Die Ermittlungen zum Bootsdrama vom Bielersee dauern auch fünf Monate nach dem Unfall immer noch an. Am 11. Juli hatte ein Boot eine 24-jährige Frau überfahren, deren Beine von der Motorschraube zerfetzt wurden. Die Frau verblutete, während der Bootsfahrer weiterfuhr, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Mehrere Personen wollen ein Boot der Luxusmarke Boesch gesehen haben.

Ein 74-jähriger Unternehmer aus Sutz-Lattrigen, auf den sich die Ermittlungen der Polizei konzentrieren, besitzt ein solches Boot. Er bestätigt, am fraglichen Nachmittag auf dem Bielersee unterwegs gewesen zu sein. Weder er noch seine beiden Begleitpersonen hätten aber etwas Aussergewöhnliches festgestellt.

Der Verdächtigte begrüsst, dass sein Boot von der Polizei zu Untersuchungszwecken beschlagnahmt wurde. So könne er durch die Ermittlungen entlastet werden. DNA-Spuren der überfahrenen Frau habe man an seinem Boot nicht gefunden, sagt der 74-Jährige gegenüber dem TA. Das sei auch gar nicht möglich, denn er sei es ja nicht gewesen. Man habe ihn vorverurteilt und viel Unwahres über ihn verbreitet. So sei er zum Beispiel mit seinem Boot nicht in die sogenannte Krautzone hinausgefahren, um dort Spuren abzuwischen, wie verschiedentlich berichtet wurde.

Anwalt plant Information

Nun hofft der 74-Jährige, dass er sein Boot zurückerhält. Mehr wolle er gegenwärtig nicht sagen. Sein Anwalt werde zu gegebener Zeit informieren.

Auch die Polizei hält sich mit Informationen zurück. Sie will die Aussage des Verdächtigten, wonach man keine DNA-Spuren gefunden habe, weder bestätigen noch dementieren. Daniela Siegrist von der Kantonspolizei Bern hält lediglich fest, dass der 74-jährige Unternehmer nach wie vor im Zentrum der Ermittlungen stehe und dass die Untersuchungen andauern würden. Offenbar umfassen diese auch weiterhin das Boot. Dieses bleibe, so Siegrist, vorderhand sichergestellt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.12.2010, 14:55 Uhr

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2 Kommentare

Hans Inauen

03.12.2010, 17:25 Uhr
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Irgendwo läuft eine armseelige Kreatur herum die nicht bereit ist die Schuld zu bekennen. Ich könnte kaum schlafen, würde Nachts schweissüberströmt aufwachen, gibt es Menschen die so eiskalt sind? Ich hätte mich gestellt oder mein ultimatives Ende herbei geführt. Antworten


Mark Ryter

27.12.2010, 12:02 Uhr
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Hoffe sehr, dass der Unglücksfahrer sich stellt, oder von polizeilicher Seite genügend Beweise zusammengetragen werden, damit der Fall endlich geklärt wird. Der Vater Staat ist es den Angehörigen schuldig diese Person zu überführen, damit die Verarbeitung des schweren Verlustes etwas gelindert werden kann. Wünsche dem Lebenspartner und der Familie viel Kraft. Antworten



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