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Armee sperrte Aare – panikartige Szenen

Von Marco Zysset. Aktualisiert am 14.07.2011 58 Kommentare

Am heissesten Tag des Jahres sperrte die Armee die Aare. Dabei wurden mehrere Personen in ihren Gummibooten verletzt. Die Öffentlichkeit wurde im Voraus nicht über die Übung informiert.

Bei dieser Übersetzstelle kam es am Dienstag zu einem Unfall. Am Mittwochmorgen bauten die Soldaten die provisorische Brücke wieder ab.

Bei dieser Übersetzstelle kam es am Dienstag zu einem Unfall. Am Mittwochmorgen bauten die Soldaten die provisorische Brücke wieder ab.
Bild: Marco Zysset

Zweiter TeleBärn-Beitrag

Erster Beitrag von Telebärn

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Wie TeleBärn publik machte, kam es in Jaberg zu einem Zwischenfall mit Aarebötlern. Der TV-Sender berichtete von panikartigen Szenen, weil Soldaten oberhalb von Jaberg Bootsfahrern befahlen, sofort auszuwassern. Menschen hätten geschrien und um ihr Leben gefürchtet.

Laut Heeressprecher Daniel Reist waren gestern und vorgestern Soldaten des Katastrophenhilfebataillons 1 in Jaberg im Einsatz. Eine Kompanie hatte den Auftrag, an der Übersetzstelle in Jaberg übungshalber eine Brücke zu bauen. «Der Kompaniekommandant hat die Übersetzstelle ordnungsgemäss reserviert und den Einsatz angemeldet», sagt Reist. Er versichert ferner: «Die Soldaten haben vorschriftsgemäss Signale aufgestellt, die auf das Hindernis hinwiesen und die Bootsfahrer auf der Aare zum Auswassern aufforderten.»

Stau beim Auswassern

Das Problem am Dienstag war, dass sehr viele Gummibootkapitäne unterwegs waren. So kam es bei der Auswasserungsstelle, die das Militär empfahl, bald zu einem veritablen Stau. Deshalb fingen Soldaten in Booten die Touristen rund 500 Meter oberhalb dieser Auswasserungsstelle ab und forderten sie auf, den Fluss zu verlassen. Die Insassen zweier Boote folgten dieser Aufforderung nicht. Sie kollidierten bei der Übersetzstelle mit einem Kabel und verletzten sich. Über die Art und Schwere der Verletzungen konnte Reist keine Angaben machen. Das Kabel war laut dem Heeressprecher nötig für den Brückenbau. Die Bootsfahrer, die rechtzeitig auswassern konnten, mussten mit ihren Vehikeln mehrere 100 Meter zu Fuss zurücklegen.

Warum keine Info im Voraus?

Obschon rechtlich offenbar alles korrekt verlaufen ist, stellt sich die Frage, warum niemand auf die Idee kam, die Öffentlichkeit im Voraus zu informieren, dass der Fluss an einem Sommerferientag gesperrt wird. «Grundsätzlich besteht keine Informationspflicht», sagt Reist. Er räumt aber ein, dass seitens der Armee wohl entsprechende Überlegungen angestellt werden müssten: «Eine Information über die lokalen Medien oder im konkreten Fall bei der Einwasserungsstelle in Thun könnte durchaus sinnvoll sein.»

Pikant ist: Während Jaberg gemäss Vize-Gemeindepräsidentin Ruth Brügger über den Brückenbau in einem Zeitfenster vom 11. bis 14.Juli informiert war, sagt Kiesens Gemeindeschreiber Heinz Aebersold: «Wir wurden bis heute nie informiert, wenn eine Brücke gebaut wurde.» Dabei liegt ein Brückenkopf auf Kiesener Boden, einer auf Jaberger Boden. Heeressprecher Reist konnte dazu gestern keine Stellung nehmen. Die zuständige Person sei erst heute wieder erreichbar, sagte er. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 14.07.2011, 14:13 Uhr

58

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58 Kommentare

Susanne Nicolini

14.07.2011, 09:41 Uhr
Melden 99 Empfehlung

Und warum muss das Militär ausgerechnet eine solche Übung mitten in den Sommerferien abhalten? Kein Wunder, dass immer mehr Bürger gegen das Militär sind... Antworten


Thomas Wishaw

14.07.2011, 10:08 Uhr
Melden 81 Empfehlung

die beste armee der welt hat es doch nicht nötig, sich normal und gesittet gegenüber dem steuerzahler zu verhalten! was macht eigentlich der ueli, wenn er nicht gerade alle 2 wochen jammert und paar milliarden mehr fordert? einen schlechteren vbs-vorsteher hatten wir noch nie und genau dieser polterte und beschimpfte seine vorgänger unerträglich, obwohl der "laden" seit jahrzehnten in $VP hand ist Antworten



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