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Amoklauf in Deutschland: Lehrer warnten sich per Handy

Bei dem tödlichen Angriff eines Ex-Schülers auf seinen früheren Lehrer in Ludwigshafen hat ein internes Handy-Alarmsystem womöglich weitere Opfer verhindert.

War mit einem Grossaufgebot ausgerückt: Polizei am Tatort in Ludwigshafen.

War mit einem Grossaufgebot ausgerückt: Polizei am Tatort in Ludwigshafen.
Bild: Keystone

Wie der «Spiegel» in seiner neuen Ausgabe berichtet, hatte ein Lehrer den Alarm ausgelöst, als er vergangenen Donnerstag seinen durch Messerstiche tödlich verletzten Kollegen auf einer Schultreppe entdeckt hatte. Das automatische Alarmsignal war daraufhin auf die Privathandys der anderen Pädagogen im Berufsschulzentrum gesendet worden, um sie vor einem möglichen Amokläufer zu warnen. Die Anschaffung eines solchen Systems war der Schule 2009 von der Polizei empfohlen worden.

Da die Spezial-Handys noch nicht lieferbar gewesen seien, hätten die Techniklehrer der Schule ein eigenes Warnsystem für ihre Privathandys entwickelt, berichtete der Ludwigshafener Bürgermeister Wilhelm Zeiser laut «Spiegel». Durch die Warnung sei es offenbar gelungen, den Täter nach seiner Bluttat im Schulgebäude weitgehend zu isolieren, bis er dort von Polizeibeamten gestellt werden konnte. Der 23-Jährige hatte seinen Ex-Lehrer durch einen Messerstich ins Herz getötet. Nach seiner Verhaftung sagte er aus, er habe noch weitere Lehrer angreifen wollen. (sam/sda/)

Erstellt: 20.02.2010, 14:37 Uhr

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