Panorama
850 Menschen stecken im Eis fest
Von starkem Wind zwischen die Eisschollen getrieben: die Nordlandia (Archivbild).
Eine finnische Fähre mit rund 850 Menschen an Bord ist vor der Küste Helsinkis von Eisschollen an der Weiterfahrt gehindert worden. Die Fähre «Nordlandia» stecke seit Freitagmorgen rund 15 Kilometer vor der finnischen Hauptstadt fest, teilte die Betreibergesellschaft Eckerö Line mit.
Ein Eisbrecher und ein Schleppschiff wurden nach Angaben der finnischen Küstenwache losgeschickt, um die Fähre auf dem Weg in die estnische Hauptstadt Tallinn aus den Eisschollen zu befreien. Grössere und modernere Fähren als die «Nordlandia» waren demnach weiter ohne grössere Probleme im Einsatz.
Wind und Kälte sorgen für dickes Eis
Grund für das Unglück sei der ungewöhnlich kalte Winter, sagte Eckerö-Line-Chef David Lindström der Nachrichtenagentur AFP. Ausserdem drücke ein starker Wind auf die Eisschollen vor der finnischen Küste. Lindström versicherte, die Fahrgäste an Bord der «Nordlandia» bewahrten Ruhe. Sie würden regelmässig über die Lage informiert.
Die 1981 gebaute Fähre solle am Abend ihren Zielort Tallinn erreichen, eigentlich hatte die Fahrt nur drei Stunden dauern sollen. Nord- und Osteuropa werden derzeit von einer Kältewelle mit starkem Schneefall überzogen, die zu massiven Verkehrsbehinderungen führt. (oku/sda/)
Erstellt: 29.01.2010, 17:37 Uhr
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