Panorama

«Simon Ammann juhli kosteassa yössä»

Was für ein Wirbel um den Doppelolympiasieger: In Finnland berichtet eine Zeitung über Simon Ammann auf Abwegen.

Kann nicht nur gut springen sondern auch feiern: Simon Ammann beim Empfang nach den Triumphen von Salt Lake City.

Kann nicht nur gut springen sondern auch feiern: Simon Ammann beim Empfang nach den Triumphen von Salt Lake City.
Bild: Keystone

Der Sieg im Gesamtweltcup ist Simon Ammann praktisch nicht mehr zu nehmen. Ein 14. Platz in den letzten zwei Springen in Lillehammer und Oslo genügt dem Doppelolympiasieger von Vancouver, um erstmals die grosse Kristallkugel der Skispringer in die Schweiz zu holen.

Grund vorzeitig zu feiern? Offenbar. Wie die finnische Zeitung «Savon Sanomat» berichtet, hat es sich der Toggenburger in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ziemlich gutgehen lassen. Zusammen mit seinem Kollegen Andreas Küttel hatte sich Ammann im finnischen Kuopio, mit 90'000 Einwohnern immerhin die achtgrösste Stadt des Landes, ins Nachtleben gestürzt. Eben erst hatte er die Konkurrenz um Längen abgehängt.

Ein Konzert und dann weiter

Gefeiert wurde dem Bericht zufolge beim Konzert des früheren finnischen Skispringers Ville Kantee, welcher heute für seine Landsleute Service-Mann ist. Die Band ist gespickt mit Leuten aus dem Skispringer-Milieu. Auf der Bühne stand auch Jussi Hautamäkki, der Bruder des erfolgreichen finnischen Springers Matti Hautamäki. Am Schlagzeug sitzt Olli Happonen, ebenfalls ein ehemaliger Skispringer. Und mit von der Partie war auch Jarkko Saapunki, der Trainer von Hautamäkis.

Beim Konzertbesuch ist es aber laut «Savon Sanomat» nicht geblieben. Das Blatt berichtet von Augenzeugen, welche den Schweizer Überflieger noch spät in der Nacht gesehen haben wollen. Und den Schilderungen zufolge ist Ammann wohl ziemlich aufgefallen. Haben die Augenzeugen da womöglich einen anderen gesehen? Nein. Dem Blatt gegenüber hat Ammann seine nächtliche Feier bestätigt. Was genau abging und ob er über die Stränge gehauen hat, wird wohl Ammanns Geheimnis bleiben. Bei Swiss Ski nahm man den Ausgang der Flieger zur Kenntnis. «Jetzt kommt erst das Springen», sagte Sprecher Christian Stahl. Dann werde man schon noch darüber sprechen.

Macht er heute den Sack zu?

Geschadet hat es ihm offenbar auch nicht. Bereits gestern, beim Qualifikationsspringen in Lillehammer, flog er schon allen anderen wieder weit davon. Und wenn er heute Abend das Springen gewinnt oder ganz einfach den Gesamtweltcup holt, wird man ihm den Ausrutscher auch verzeihen. Der Wirbel wird sich rasch legen. Auch in Finnlands Presse. «Simon Ammann juhli kosteassa yössä», titelte die «Savon Sanomat». Was in Deutsch etwa soviel heisst, wie «Simon Ammann feierte in feucht-fröhlicher Nacht». (cpm)

Erstellt: 12.03.2010, 17:54 Uhr

Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie ein Wochenende am Blausee für 2 Personen...