Maria und Josephs Dilemma mit der Ehe und dem Ruhm
Miss-Schweiz-Wahlen 2003. Im Vorfeld zur Krönung der schönsten Schweizerin machte vor allem eine Kandidatin Schlagzeilen: Maria Dolores Dieguez, heute 27 Jahre alt. Sie hatte sich vor der Schönheitskonkurrenz den Busen vergrössern lassen und hoffte, dasselbe möge mit ihren Chancen auf den Titel passieren. Die Bernerin löste damit eine grosse mediale Debatte aus, ob Geheimwaffen wie Schönheitsoperationen an einer Miss-Schweiz-Wahl erlaubt sein dürfen oder nicht.
Trotz oder vielleicht gerade wegen der Brust-OP landete Dieguez an den Miss-Wahlen «nur» auf Rang drei. In der Folge hörte und sah man nicht mehr viel von ihr. Obwohl sie sich mit einzelnen Modeljobs, einem Oben-ohne-Fotoshooting, einem missglückten Versuch als Sängerin oder einer Affäre mit einem Fussballer tapfer im Gespräch zu halten versuchte.
Maria im Märchenland
Schnee von gestern. Diesen Sonntag gab Maria Dolores Dieguez dem britischen Filmstar Joseph Fiennes, 39 («Shakespeare in Love», «Luther», «Goodbye Bafana»), in aller Stille und Heimlichkeit in der Toskana das Jawort. Seit vier Jahren sind die beiden ein Paar. Im Oktober 2006 wurde ihre Beziehung offiziell. Letztes Jahr zog Maria zu ihrem Joseph ins Londoner Trendquartier Notting Hill.
Die Nachricht von der Liaison löste damals in Dieguez' kleinem Heimatstaat eine Lawine aus. Ein Berner Modi an der Seite eines richtig grossen Hollywood-Schauspielers! Das ist der Stoff, aus dem Mädchenträume sind. Und Schwiegermutterträume natürlich ebenso. Und die Medien träumen auch ein bisschen mit.
Doch kaum war die bis dato so publicity-süchtige Maria Dolores mit ihrem Prinzen zusammen (und damit erst recht interessant geworden), gab sie keine Auskunft mehr über ihr Privatleben. Sie gibt seither überhaupt zu praktisch gar nichts mehr Auskunft. Ihr «Management» beantwortet Interviewanfragen höchst sporadisch – wenn überhaupt. Dieguez' Website ist entweder nicht aktualisiert, oder steht immer mal wieder «under construction».
Rückzug für ihren Liebsten
Der Grund für Dieguez' neue Zurückhaltung: Fiennes ist äusserst öffentlichkeitsscheu. Er hat weder eine Website noch einen für Hollywoodstars sonst üblichen Publicist, der, wie die Bezeichnung nahelegt, seinem Kunden zu möglichst viel Publicity verhelfen soll. Fiennes' Haltung gegenüber der öffentlichen Neugier hat seine Frau offensichtlich dazu gebracht, sich mit stummen Auftritten an seiner Seite – auf dem roten Teppich oder von Paparazzi abgeschossen – und als Botschafterin eines kleinen Hilfswerks zu begnügen.
Die britische Zeitung «Daily Mail» erklärt sich Maria und Josephs Umgang mit dem Berühmtsein so: Durch seine Heirat sehe sich Fiennes mit dem Dilemma konfrontiert, in das jeder zurückhaltende Star gerät, der ein eher unbekanntes Model ehelicht. Während er neugierige Augen und Ohren aus seinem Privatleben raushalten wolle, suche die Ex-Miss-Kandidatin immer noch eifrig nach Aufmerksamkeit. Das Paar sei deshalb einen Kompromiss eingegangen, weiss die Zeitung angeblich von einem Bekannten: Keine Fotografen an der Hochzeitsfeier, aber Maria Dolores Fiennes darf ihr eigens für sie designtes Brautkleid der ganzen Welt präsentieren. Bilder von ihr in Weiss sollen in kommenden Ausgaben der Magazine «Vogue» und «Harper's Bazaar». «Vogue» bestätigt dies gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet.
Die Ehe ist ein einziger Kompromiss. Das haben Maria und Joseph offenbar bereits verinnerlicht. Und so ihr grosses Dilemma mehr oder weniger in den Griff bekommen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.08.2009, 12:15 Uhr



















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