FBI veröffentlicht Akte über Steve Jobs

Aktualisiert am 10.02.2012 57 Kommentare

Steve Jobs wurde einst für ein mögliches Mandat in der US-Regierung vom FBI durchleuchtet. Die Akte liefert Details über seinen Drogenkonsum und zeichnet nicht immer ein sehr schmeichelhaftes Bild.

Soll bisweilen die Ehrlichkeit aus den Augen verloren haben: Bei einer Produktpräsentation im Jahr 2005.

Soll bisweilen die Ehrlichkeit aus den Augen verloren haben: Bei einer Produktpräsentation im Jahr 2005.
Bild: Keystone

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Enthält vor allem Interviews mit Freunden und Bekannten von Steve Jobs: Die FBI-Akte.

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Vier Monate nach seinem Tod hat die US-Bundespolizei FBI eine Akte über den verstorbenen Apple-Mitbegründer Steve Jobs veröffentlicht. Die 191 Seiten umfassende FBI-Akte enthüllt zahlreiche Details über den Charakter, die persönlichen Überzeugungen und die berufliche Vergangenheit des im Oktober des Vorjahres verstorbenen Apple-Mitbegründers. Die Unterlagen wurden auf Anforderung der Zeitung «The Wall Street Journal» veröffentlicht.

Sie beruht auf Befragungen aus dem Jahr 1991, als Jobs einen Beraterposten beim damaligen US-Präsidenten George Bush senior übernehmen sollte. Das FBI befragte Kollegen, Freunde, Angehörige und Nachbarn von Jobs – und bekam nicht nur schmeichelhafte Auskünfte über den langjährigen Chef des US-Computergiganten.

Haschisch und LSD

Jobs wird von den Befragten, deren Namen geschwärzt wurden, als «willensstark, eigensinnig, fleissig und getrieben» und sogar als «Genie» beschrieben. Einige sagten jedoch auch, dass er manchmal die Unwahrheit sage und «die Realität verdrehe», um seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig wird er im Umgang mit anderen Menschen als sehr ehrlich und aufrichtig beschrieben.

Jobs wurde für die Sicherheitsüberprüfung auch selbst befragt - nachdem dem FBI zunächst mitgeteilt worden war, dass er drei Wochen lang gar keine Zeit habe und dann auch nur für eine Stunde.

In der Befragung gab er unter anderem an, als Schüler und Student mit Marihuana, Haschisch und LSD experimentiert zu haben. Ausserdem wird in der Akte auch seine Beziehung zu seiner Tochter aus einer vorehelichen Beziehung vermerkt, die er anfangs nicht unterstützt habe.

Bombendrohung

Die FBI-Akte macht zudem die Geschichte einer Bombendrohung öffentlich, mit der unter anderem vom Apple-Gründer eine Million Dollar erpresst werden sollte. Den damaligen Ermittlungsunterlagen zufolge rief ein Unbekannter im Februar 1985 bei Apple an und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Das Geld sollte in einem Zug übergeben werden.

Sollten die Behörden informiert werden, drohte er, an einem nicht genannten Ort einen weiteren Sprengsatz zu zünden. Jobs und die anderen Erpressungsopfer schalteten trotzdem das FBI ein. Es wurden allerdings weder Bomben noch der Erpresser gefunden.

Begeisterter Jogger

Jobs musste in einem Fragebogen auch die Frage beantworten, ob er jemals Mitglied oder Funktionär der Kommunistischen Partei gewesen sei («Nein»). Die einzige Organisation, der er jemals angehört habe, sei der traditionsreiche Sportverein New York Athletic Club gewesen, gab er an.

Doch wie viele andere Menschen, die sich mit guten Vorsätzen in ein Fitness-Studio einschreiben, habe er ihn nie besucht. Dafür war Jobs nach Auskunft seiner Nachbarn ein begeisterter Jogger.

Jobs hatte mit seinen Produkten Meilensteine der Computer- und High-Tech-Branche gesetzt und etwa mit seinem iPod das Musikgeschäft umgekrempelt. Er war am 5. Oktober 2011 nach langem Kampf gegen eine Krebserkrankung im Alter von 56 Jahren gestorben. Bereits drei Wochen nach seinem Tod war eine Biographie mit sehr privaten Details erschienen, darunter auch seine Drogen-Erfahrungen und die Beziehung zu seiner Tochter. (mrs/bru/sda)

Erstellt: 09.02.2012, 23:24 Uhr

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57 Kommentare

Roger Furer

10.02.2012, 01:22 Uhr
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So what! Wer hat in den U.S.A. NICHT seinen ersten Joint geraucht, der werfe hier den ersten Stein!
Meine Erfahrungen mit den US-Behörden: Sage niemals die Wahrheit, sondern was die Aemter gerne hören wollen, dann lassen sie einem in Ruhe. Im Geschäft, besoners in Asien, gehört Täuschung, Verdrehung der Wahrheit und anderes dazu um ans Ziel zu kommen. Jobs wusste das wie kein anderer.
Antworten


Ramon Paxus

10.02.2012, 06:25 Uhr
Melden 56 Empfehlung 0

Das Jobs mit der Ehrlichkeit manchmal ein etwas schwieriges Verhältnis hatte weiss jeder, der die Lancierung und Vermarktung einen Apple Produktes erlebt hat. Da wird die Wahrheit gebogen bis sie aufschreit, und die Kunden glaubens leider meist ungefragt. Antworten



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