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Die dunklen Seiten des Traumpaars Jolie-Pitt

Von Simone Matthieu. Aktualisiert am 03.12.2009

Drei neue, unautorisierte Bücher befassen sich mit dem, was angeblich hinter der perfekten Fassade von Anglina Jolie und Brad Pitt abgeht. Das schönste, am häufigsten fotografierte und meist beneidete Paar der Welt – auch es hat seine Abgründe.

1/23 Brad Pitt und Angelina Jolie im Dezember: Damals demonstrierten sie gegen aussen noch Harmonie. In einer Krise steckt die Beziehung der beiden laut Gerüchten schon länger. Nun sollen die beiden genug davon haben, den schönen Schein zu wahren. Eine Trennung steht offenbar kurz bevor.
Bild: Reuters

Die dunkle Seite von Brangelina

   

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Seit fünf Jahren sind Angelina Jolie und Brad Pitt das Traumpaar schlechthin. Sie sind schön, berühmt, reich, engagieren sich für gute Zwecke, haben eine gemeinsame Familie gegründet, leben in einem südfranzösischen Märchenanwesen – alles scheint wunderbar und perfekt. Zumindest gegen Aussen. Ob auch hinter den Kulissen immer nur Jubel, Trubel, Heiterkeit herrscht, wird je länger je mehr bezweifelt.

Nun wollen gleich drei Autoren mit unautorisierten Biografien an der Fassade kratzen: Der britische Journalist Andrew Morton («Diana: Her Story in Her Own Words») und Mickey Brett, Jolies ehemaliger Leibwächter. Mortons Brangelina-Biografie soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen, Bretts Buch hat noch kein Erscheinungsdatum. Bereits diese Woche löste Skandalautor Ian Halperin («Unmasked. The Final Years of Michael Jackson») ein mittleres Beben in Hollywood aus mit der Veröffentlichung von «Brangelina. The Untold Story of Brad Pitt and Angelina Jolie».

Halperin hat fünf Jahre recherchiert und mit 900 Zeugen gesprochen. Er behauptet, dass die Tage des Traumpaares gezählt sind. Diese Behauptung belegt er mit Enthüllungen aus dem Leben von Angelina Jolie und Brad Pitt – von der Öffentlichkeit nur noch Brangelina genannt. Hier sind die brisantesten Aussagen von «Brangelina. The Untold Story of Brad Pitt and Angelina Jolie»:

Wie Angelina Jolie sich Brad Pitt angelte

Während den Dreharbeiten für den Film «Mr. and Mrs. Smith», die Ende 2003 begannen, sprühten die Funken zwischen Jolie und Filmpartner Brad Pitt. Jolie verbrachte Stunden in Pitts Wohnwagen, diverse Leute wurden Zeugen der Affäre. Erste Gerüchte kursierten. Pitts Ehefrau Jennifer Aniston flog zu ihrem Mann, um der Welt zu demonstrieren, dass ihre Ehe nach wie vor glücklich sei. Doch da lief bereits eine von Jolie in die Wege geleitete PR-Kampagne gegen Aniston.

Wie Angelina Jolie Jennifer Aniston austrickste

Jolie hatte bereits ihren Exmann Billy Bob Thornton einer anderen Frau ausgespannt. Die Zerstörung der damaligen Hollywood-Traumehe zwischen Brad Pitt und Jennifer Aniston hätte Jolies Ruf als männerstehlenden Vamp zementiert. Um das zu verhindern, lancierte Jolie angeblich eine Rufmordkampagne: Plötzlich tauchten Artikel auf, wonach Aniston der Karriere wegen keine Kinder haben wollte. Pitt, der sich sehnlichst eine Familie wünschte, kam mit seinem Wunsch nicht durch. Im Januar 2005 trennte sich Pitt von Aniston. Wieder erschienen Artikel, in denen «Freunde des Paares» erzählten: «Es ging um die Kinder, er wollte welche, sie nicht». Aniston beteuerte verzweifelt, sie habe niemals gesagt, dass sie keine Kinder haben wolle. Vergeblich. Pitt war längst Jolies Reizen verfallen. Das Traumpaar Brangelina war geboren.

Die PR-Maschinerie hinter Brangelina

Laut Halperin hält nur noch gekonnte PR den Mythos vom Traumpaar Brangelina am Leben. Die anfangs heftige Romanze sei einem Zweckbündnis gewichen. Doch einfach auseinander gehen ist nicht drin: Brangelina ist zu einem Weltkonzern, einer Marke geworden. Brangelina leben die totale Imagekontrolle: Wenn sie bei Pressebeiträgen mitmachen, dann sind diese sorgfältig orchestriert. Entweder sieht man Familie Jolie-Pitt beim Um-die-Welt-Jetten im Namen der Wohltätigkeit oder bei idyllischen Familienausflügen. Laut Halperin mussten Reporter vor Interviews Verträge unterschreiben, worin sie «keine negative Berichterstattung» garantieren. Bei der Geburt der gemeinsamen Tochter Shiloh in Namibia drängten Brangelina den afrikanischen Staat, ausländischen Journalisten die Einreisevisa zu verwehren.

Traumfamilie Jolie-Pitt eine Illusion?

Obwohl Jolie und Pitt ihre sechs Kinder «wirklich lieben», wie Bekannte sagen, verbringen sie wegen Filmproduktionen und Trips für ihr Wohltätigkeitsimperium kaum Zeit mit ihnen. Jemand hörte wie Tochter Shiloh eine Nanny «Mommy» nannte. Laut Halperin ist spätestens nächste Weihnachten Schluss mit dem PR-Märchen. Eine Trennung scheint unausweichlich. Aber kommt es auch zu einer Scheidung? Offiziell haben Pitt und Jolie nie geheiratet. Doch Jolies Mutter Marcheline Betrands letzter Wunsch am Sterbebett sei gewesen, dass Angelina Brad heirate. Niemanden liebte Jolie mehr als ihre Mutter: Konnte sie ihr den letzten Wunsch abschlagen? Müssen sich nun Scheidungsanwälte mit kniffligen Eheverträgen herumschlagen?

Woran es in der Beziehung Brangelina krankt

Jolies Wutausbrüche sind angeblich legendär. Berichtet wird von Messerwürfen und Faustschlägen zwischen Pitt und Jolie. Ein Fahrer der Familie erzählt, wie es auf seinem Rücksitz zum Gefecht kam: «Und es war nicht Jolie, um deren körperliche Sicherheit ich mir Sorgen machte.» Insgesamt sei sie nett und umgänglich, doch wankelmütig, jähzornig. «Keine Ahnung, wie er ihr Temperament aushält», sagen Freunde. «Bei den regelmässigen Schrei-Duellen ist sie stets für den Grossteil des Brüllens verantwortlich.» Beide hätten schon Affären ausserhalb der Beziehung gehabt. Jolie soll sich mit ihrer lesbischen Ex-Geliebten Jenny Shimizu ein Liebesnest in Kambodscha eingerichtet haben. Dort hätten sie nicht notwendigerweise jedes Mal Sex, oft erforschten sie auch nur den Dschungel, sagt Shimizu. Pitt soll seinerseits Gefallen am sudanesischen Model Amma gefunden haben, die er bei einer Darfur-Hilfsgala in Cannes kennenlernte.

Jolie: Frühreif und psychopathisch

Halperin enthüllt in seinem Buch auch Details aus Jolies wilder Jugend. Ihren ersten Sex hatte sie mit 14 Jahren, mit 16 soll sie den Freund ihrer Mutter Marcheline Bertrand verführt haben. Bereits als Teenager wurde Jolie als «Psychopatin» behandelt, sie selbst erzählte von Sex-Blutorgien, Selbstverstümmelungen oder Selbstmordgedanken. Sogar einen Auftragskiller habe sie einmal anheuern wollen, der sie töten sollte. Ihr Hang zum Sadomaso-Sex ist kein Geheimnis: «Ich will an die Grenzen stossen, emotional, sexuell», wird Jolie zitiert. Es kostete sie fast das Leben: Einmal muss sie wegen massivem Blutverlust in die Notaufnahme und kann gerade noch gerettet werden. In ihrer ersten Ehe mit Johnny Miller kamen beim «wilden Sex», wie sie es nannte, auch Schwerter, Äxte und Kampfmesser zum Einsatz. Auch in ihrer zweiten Ehe mit Schauspieler Billy Bob Thornton spielte Sadomaso-Sex eine grosse Rolle. Die beide prahlten sogar öffentlich damit: «Ich wurde gestern im Schlafzimmer fast getötet - das war das Netteste, was jemals jemand mit mir machte», hatte Jolie damals verlauten lassen.

Jolies Drogenvergangenheit

Kaum eine harte Droge liess Jolie in ihrer Jugend aus, darunter Heroin, Kokain, LSD. Gerettet habe sie ihre Rolle des Supermodels Gia Carangi, das sich beim Heroin-Spritzen mit AIDS infizierte und 1986 starb. Ein Weckruf sei das gewesen, sagt Jolie. Die Sorge um einen Rückfall ging um die Welt, als Jolie im Sommer 2007 völlig abgemagert in einem Flüchtlingslager auf Besuch war. Crystal Meth sei die Modedroge für Hollywood-Stars, die zu einem solch rapiden Gewichtsverlust führe, wurde spekuliert. Jolie selber dementierte und begründete den Gewichtsverlust mit dem Tod ihrer Mutter.

Die Wahrheit bleibt Brangelinas Geheimnis

Welche von Halperins Enthüllungen stimmen, wissen nur Brangelina selber. Am Vortag der Veröffentlichung demonstrierten die beiden, dass sie sich die gute Laune vom Skandal-Buch keineswegs verderben lassen wollen. Lachend verschwanden die beiden nach einem Besuch des Restaurants Dolce Vita in Beverly Hills in ihrem Wagen - Jolie kichernd und gelöst wie man sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ein weiterer perfekt inszenierter PR-Auftritt um Halperin den Wind aus den Segeln zu nehmen? (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.12.2009, 14:52 Uhr

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