Meinung

Mutige Könizer

Katharina Merkle

Katharina Merkle

Die Könizer überraschen. Trotz heftiger Opposition haben sie den Weg für die Pläne auf dem Bächtelenacker und somit auch für das Hochhaus geebnet. Das ist gut so. Denn Investor Hans Widmer will dort eine Siedlung bauen, die Mietern mit unterschiedlichen Ansprüchen Platz bietet. Und die sich vom architektonischen Einheitslook abhebt.

Mit seinem Ja hat das Stimmvolk Widmers Engagement belohnt. Der Multimillionär hat dem Projekt ein Gesicht gegeben und sich an Veranstaltungen den kritischen Fragen der Könizerinnen und Könizer gestellt. Dies ist im globalisierten Markt immer seltener der Fall.

Das gestrige Ja ist aber noch kein Ja zu den Detailplänen. Die Hochhausgegner werden sich mit Einsprachen beim Baubewilligungsverfahren bemerkbar machen. Ein jahrelanges Hin und Her bringt aber niemandem etwas. Denn die Agglomeration Bern braucht Wohnungen an gut erschlossenen Lagen wie dem Bächtelenacker. Wenn stattdessen Landgemeinden weiteren Boden einzonen, wird der Natur eindeutig der grössere Schaden zugefügt als durch ein Hochhaus in Wabern. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.03.2010, 08:38 Uhr

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