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Kommentar: pure Eitelkeit

Von Katharina Merkle. Aktualisiert am 19.10.2010 1 Kommentar

«Die Passagiere der neuen Linie 6 brauchen die roten Mittelsänften nicht, um zu merken, dass sie in ein normales Tram einsteigen.»

Katharina Merkle. (Bild: BZ)

Wer in ein Tram steigt, will von A nach B reisen. Wichtig ist ihm einzig dies: Das Tram muss pünktlich, bequem, sauber und sicher sein. Ob nun der RBS, Bernmobil oder sonst wer für diesen Service sorgt, ist dem Passagier egal. Es ist daher purer Narzissmus, dass das blaue Bähnli nun rote Sänften hat, nur weil Bernmobil neu daran beteiligt ist. Die Passagiere der neuen Linie 6 brauchen die roten Mittelsänften nicht, um zu merken, dass sie in ein normales Tram einsteigen. Werbung für Bernmobil sind die roten Mittelwagen schon gar nicht. Worber und andere Regionsbewohner ärgern sich zusammen mit Bahnfans aus dem ganzen Land über den Farbensalat.

Das blaue Bähnli ist dank dem Kabarettstück von 1954 zur Marke und somit zum Gratiswerbetram für die Region Bern geworden. Dies erkannte auch der RBS so, als er vor zwei Jahren die Wagen ganz in Blau streichen liess. Es ist unverständlich, dass er diese Erkenntnis nun für einen Kompromiss mit Bernmobil über Bord wirft.

RBS und Bernmobil tun nun gut daran, sich den Steuerzahlern zu beugen, in den Farbtopf zu langen und die rote Sänfte blau zu überpinseln. Dies ist ohne grosse Mehrkosten machbar: Denn noch ist erst eines der neun Fahrzeuge rot-blau umgestrichen worden.

katharina.merkle@bernerzeitung.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.10.2010, 08:13 Uhr

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1 Kommentar

Rudolf Steiner

21.10.2010, 14:20 Uhr
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Die Farbe des Trams ist doch völlig nebensächlich. Fragwürdig finde ich eher, dass in Zukunft 3 von 4 (ohne die Weissenbühl-Linie) Trams der Stadt Bern die Strecke Brunnadernstr. bis KV fahren. Abgesehen davon ist das blaue Bähnli durch die Verlängerung ins Fischermätteli streng genommen in Zukunft gar kein Bähnli mehr, sondern ein Tram, was an den Namen der Stationen (mit Kommas) ersichtlich ist. Antworten



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