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Kommentar: «Liebe Tigers: Lasst den peinlichen Boykott sein»

Von Peter Jost. Aktualisiert am 01.03.2011 7 Kommentare

«Die SCL Tigers bleiben stumm. Bis auf weiteres, so wollen es Trainer Fust und Geschäftsführer Zesiger, sprechen an spielfreien Tagen weder Coach noch Spieler mit Medienvertretern. Aus Gründen der Konzentration, wie es von offizieller Seite heisst. »

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Peter Jost ist stellvertretender Chefredaktor der Berner Zeitung. (Bild: BZ)

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Wohlverstanden, wir sprechen hier nicht von exklusiven Homestorys aus der Badewanne. Ein kurzes Statement von Jörg Reber zur Playoff-Premiere in der Langnauer Ilfishalle? Fehlanzeige. Eine Einschätzung von Trainer Fust zum Gegner? No comment.

Wahrscheinlich hat man sich im Emmental nicht überlegt, dass man mit einem solchen Medienboykott vor allem die Fans trifft. Also jene leidenschaftlichen Giele und Modi, die für ihren SCL mit Traktor und Ladewagen nach Bern tuckern, die giftgrüne Playoff-T-Shirts kaufen, die Jahr für Jahr Geld spenden, um die SCL Tigers am Leben zu erhalten. Dass nun diese Fans am Spieltag nichts mehr von Team und Coach zu lesen bekommen, wird auf Unverständnis stossen. Ganz zu schweigen von den Sponsoren, die sich – sollten Vorschauberichte der Tigers ausfallen – einer attraktiven Plattform beraubt sehen.

Darum, liebe Tigers: Lasst den peinlichen Boykott sein. In den Playoffs kommt nicht das Team weiter, das am wenigsten spricht. Sondern jenes, das am Ende am lautesten jubelt.

Peter Jost ist stellvertretender Chefredaktor. peter.jost@bernerzeitung.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.03.2011, 09:17 Uhr

7

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7 Kommentare

Philipp Wäspe

01.03.2011, 09:26 Uhr
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Peinlich ist doch v.a., dass die Berner Zeitung einen Medienboykott so stark gewichten muss. Der Boykott trifft die Medien, nicht die Fans und nicht die Sponsoren. Wenn die BZ nicht fähig ist, trotz einer solchen Situation eine genügende Berichterstattung abzuliefern ist, dann ist das nicht das Problem der SCL Tigers, seiner Fans oder der Sponsoren - sondern jenes der BZ. Antworten


Thomas Zaugg

01.03.2011, 09:46 Uhr
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Liebe Medien, lasst doch mal die peinlichen Fragereien vor und nach Sportanlässen. Fragen und Antworten sind ja doch immer die selben. Der Gegner und Ausgangslage ist bekannt. Was sollte denn neues kommen als: "Der Gegner ist stark, in der Anfangsphase müssen wir aufpassen. Dann liegt alles drin."? Besser mal richtig recherchieren uns selber Vor- und Nachteile in einem guten Bericht aufzeigen! Antworten



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