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Klimaschutz lohnt sich

Von Patrick Feuz. Aktualisiert am 09.03.2011 7 Kommentare

Patrick Feuz

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Es ist nicht so, wie der Schweizerische Gewerbeverband behauptet. Das vom Parlament beschlossene ehrgeizige Klimaziel und die Benzinabgabe, die der Ständerat will, werden unsere Wirtschaft nicht «versenken». Aber es stimmt schon: Klimaschutz hat einen Preis.

Kostet der Liter Benzin 28 Rappen mehr, spüren dies Leute mit kleinem Portemonnaie. Weniger fahren werden sie deshalb kaum, aber möglicherweise kaufen sie später ein sparsameres Auto. Zusammen mit strengeren Klimavorschriften für neu importierte Wagen beschleunigt die Benzinabgabe den Trend zu verbrauchsärmeren Fahrzeugen. Dadurch wird die Mobilität ökologischer – und gleichzeitig sparen so die Automobilisten Geld.

Mieter müssen mit höheren Nebenkosten rechnen, da die Klimaabgabeauf Heizöl steigen wird. Das ist ärgerlich, da sie keine Möglichkeit haben, den Verbrauch zu beeinflussen. Mit den erhöhten Subventionen für Gebäudesanierungen haben aber die Hausbesitzer einen zusätzlichen Anreiz, Energie zu sparen oder ganz auf alternative Heizsysteme umzusteigen. Davon profitieren langfristig auch die Mieter.

Die ambitiöse Klimapolitik verschlechtert tendenziell die Bedingungen der Unternehmen, die Papier, Zement, Stahl oder Glas herstellen – also viel Energie brauchen. Hier werden in der Schweiz Arbeitsplätze verschwinden, die ohne Klimaabgabe erst später unter Druck geraten wären. Gleichzeitig entstehen dank den strengen Klimavorgaben in den technologischen Innovationsbranchen schneller die Jobs der Zukunft.

Es ist in der Geschichte nichts Neues, dass Staaten mit Anreizen und notfalls auch mit Subventionen ihre Wirtschaft und Energieversorgung in eine bestimmte Richtung lenken. Die Reserven an Öl, Gas und Kohle sind begrenzt.

Vorausschauende Politik muss heute darauf hinwirken, dass der Verbrauch sinkt, bevor die Preise saftig steigen.Wer zu den Schnellen gehört, weiss,wie man es macht – und kann seinKnow-how verkaufen.

Deshalb ist zu hoffen, dass all das, was der Ständerat gestern beschlossen hat, die Schweizer Klimapolitik der nächsten Jahre sein wird. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.03.2011, 22:04 Uhr

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7 Kommentare

Henrique Schneider

09.03.2011, 09:33 Uhr
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Richtig ist, dass Klimaschutz eine Chance für verschiedene Teile der Wirtschaft ist; richtig ist, dass ein effektives Anreizsystem der beste Weg ist. Falsch ist jedoch, wenn der Ständerat sowohl den freiwlligen Weg der EnAW oder das Gebäudeprogramm über Bord wirft. Falsch ist, wenn das Stöckli Planwirtschaft betreibt. Innovation statt Verbote ist die Devise. Antworten


maja naef

09.03.2011, 08:47 Uhr
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Wenn der Verbrauch zu stark sinkt wird es noch teurer weil das Geld fehlen wird. Der Konsument ist immer der gelackmeierte, da kann er sich drehen wie er will. Antworten



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