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Freuden und Leiden eines Rentners

Von Katharina Merkle. Aktualisiert am 01.05.2011

Am Montag lesen Sie den ersten «Aus Steiger», die neue Kolumne von Peter Steiger. Der BZ-Redaktor geht am 31. Mai in Pension und schreibt über den Rentner-Alltag.

Peter Steiger.

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«Ironie ist das beste Mittel gegen das Altern.»?Das sagt ein Bald-Rentner oder eigentlich sogar Sehr-Bald-Rentner: Die Erkennntis stammt von Peter Steiger, der noch vier Wochen und zwei Tage im BZ-Medienhaus am Berner Dammweg ein- und ausgeht. Ab 1. Juni gehört er zur immer grösser werdenden Bevölkerungsgruppe der Rentner und Rentnerinnen. Die Pensionierung ist für ihn ein grosses Ereignis, «ein Schritt, den man nicht proben kann und den es im Gegensatz zu einer Hochzeit auch nur einmal gibt».

Die Ironie empfiehlt er als Medizin, weil sie Distanz schafft, Distanz zu sich selber. Das ist natürlich typisch Mann. Als langjährige Kollegin weiss man aber:?Steiger schaut den Dingen durchaus in die Augen, gnadenlos sogar. So dürfen Sie sich freuen, dass er sich der BZ als Kolumnist angeboten hat. 14-täglich wird er aus dem Leben des frisch gebackenenen Pensionierten berichten. Mit gewohnt spitzer Feder. «Wenig Philosophie, viel Alltag» lautet sein Anspruch. Die Kolumne «Aus Steiger» läuft, «solange ich Ideen habe/die Leser mich tolerieren/ich der BZ ins Konzept passe».

Da Rentner Steiger alles andere als arbeitsmüde ist, wird er auch als freier Mitarbeiter für diese Zeitung schreiben. Er wuchs in Zürich Wiedikon auf und hat trotz vier Jahrzehnten Hauptstadt eine authentische Zürischnure. Seit 22 Jahren ist er BZ-Redaktor, vorher war er Schriftsetzer, Werber, Kommmunikationsbeauftragter, Trödler. Als Spätzünder, im Alter von 50, ist er zudem Theaterautor geworden. «Jahrelang war ich als Bänkelsänger unterwegs. Dabei entdeckte ich meine Liebe zum Theater und zu Bänkelsängerin und Liederweib Dorothea Walther. Daraus entstanden eine Ehe und ein gutes Dutzend Bühnenstücke», schreibt er auf seiner Homepage Peter-steiger.ch.

Er ist der Hausautor des Hof-Theaters Erlach, seine Gotthelf-Adaption «Wurst wider Wurst» wurde in der Saison 2009 auf der Moosegg aufgeführt. Sehr witzig ist auch seine zeitgenössische Klosterkomödie «St. Vinzenz Grand Cru», die im Kellertheater Murten uraufgeführt wurde. Gerne liest man zudem, wie sich Steiger als BZ-Theaterkritiker die Werke seiner Konkurrenten vorknöpft. Turbo-Rentner Steiger wird nach dem 1. Juni alle Hände voll zu tun haben. Er arbeitet unter anderem an einer Dialekt-Adaption des Nestroy-Stücks «Zu ebener Erde und erster Stock» von 1835. (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.05.2011, 17:11 Uhr

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