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Kommentar: die SVP im Dilemma

Aktualisiert am 21.11.2011 189 Kommentare

1917 wurde die Berner SVP als BGB gegründet, seit 1919 ist sie ununterbrochen im Ständerat vertreten – doch am Sonntag hat die Partei eine krachende Niederlage erlitten.

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Die Abwahl des bestgewählten Berner Nationalrats Adrian Amstutz zeigt das Dilemma der SVP: Klartext und Konfrontation garantieren in Proporzwahlen Spitzenresultate; in Majorzwahlen, wo man Stimmen jenseits der eigenen Basis braucht, sind sie Gift. Das liest sich mit umgekehrten Vorzeichen auch aus dem Glanzresultat von Werner Luginbühl, der die einmalige Gunst der Konstellation nutzte: Er hat es in diesem Wahlkampf meisterhaft verstanden, nur so viel Farbe wie nötig zu bekennen, und damit von den Grünen bis hin zur SVP Stimmen ergattert.

Die Quintessenz sollte die Berner SVP beunruhigen: Ihre mehrheitsfähigen Köpfe hat sie weitgehend an die BDP verloren. Die Partei steht damit für künftige Regierungswahlen vor Personalproblemen. In der Stadt Bern, wo 2012 gewählt wird, ist dies offensichtlich: Die Ambitionen von Reizfigur Erich Hess gefährden den bürgerlichen Schulterschluss – doch zugkräftige Alternativen hat die Partei kaum.

Die BDP hingegen dürfte bis auf weiteres keinen Anlass sehen, von ihrem bewährten Alleingang abzuweichen. Der bürgerlichen Sache dient das zwar nicht, wohl aber der ganz eigenen. Das freut – wie gestern – die Linke als lachende Dritte.

adrian.zurbriggen@bernerzeitung.ch

Erstellt: 21.11.2011, 07:23 Uhr

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189 Kommentare

Bea Habegger

20.11.2011, 12:42 Uhr
Melden 85 Empfehlung

Der Leistungsausweis Herr Stöckli ist bemerkenswert im Sinn der Vernichtung der eigenen Heimat nicht mehr und nicht weniger.Wer durch Biel geht und mit Bielern spricht hört unisono, Biel: Nur noch Ausländer. Aber das ist der Regierungs Wille. Denken bis zum eigenen Geldbeutel. Was die derzeitige Landesregierung hinterlassen wird ist bestenfalls ein ein Vermerk, es gab einaml eine Nation Schweiz Antworten


Simon Johner

20.11.2011, 16:22 Uhr
Melden 56 Empfehlung

Ich gratuliere Werner Luginbühl und Hans Stöckli ganz herzlich zu ihrer Wahl und freue mich, dass wir Berner zwei fähige Politiker in den Ständerat gewählt haben. Mit Adrian Amstutz hätten wir einen Vertreter des Stillstands und des Mittelalters, also lieber zwei Politiker, die vorwärts schauen, als nach hinten :-) Antworten



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