«Es muss nicht gleich das Maximum sein»
Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 21.09.2011 25 Kommentare
Christoph Aebischer, Redaktor Stadt Bern. (Bild: Andreas Blatter)
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Eine Ablehnung der Tramplanungskredite in den Gemeindeparlamenten wäre daher schwer verständlich. Mit 22 Millionen Franken verschlingt schon die Planung eine Menge Geld. Für eine neue Verkehrslösung, die über eine halbe Milliarde kosten soll, ist aber in dieser Phase saubere und sorgfältige Arbeit gefragt. Sie hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.
Als Frage bleibt, ob nur das Maximum gut genug ist. Etappierung und Verzichtsoptionen müssen daher zwingend Teil des Bauprojekts sein. Zum Beispiel sind Wendeschleifen vor Schliern oder der Rüti zu erwägen. Dies selbst, wenn dadurch dort die Akzeptanz des Trams geschmälert wird. Auch beim teuren Knoten Bahnhof Ostermundigen sind Abstriche denkbar. Ähnlich wie in der Innenstadt könnten Ausbauschritte zwar aufgezeigt, aber nicht sofort realisiert werden.
Beim Tram Bern-West band die kantonale Abstimmung Wünsche zurück. Diesmal ist das Geld von Bund und Kanton zugesichert, sofern bis 2014 Bagger auffahren. Dieses Arrangement darf kein Maulkorb für Kritiker sein.
christoph.aebischer@bernerzeitung.ch (Berner Zeitung)
Erstellt: 21.09.2011, 08:19 Uhr
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25 Kommentare
Bevor nicht feststeht, dass die zur Entlastung des Hauptgassenzugs der Berner Altstadt (UNESCO-Welterbe) dringend nötige zweite Tramachse tatsächlich realisiert und finanziert wird, macht es aus Stadtberner Sicht wenig Sinn, weitere Mittel in die Ausarbeitung eines Bauprojekt zu investieren, das ohne diese zweite Tramachse in der städtischen Volksabstimmung sowieso keine Chance hat. Antworten
Wenn es nach den heutigen Kriterien ginge, wäre in und um Bern kein einziger Meter Schiene verlegt worden. Zum Glück waren die Vorfahren ein bisschen weiser und haben mit viel Herzblut einfach drauf los gebaut - auch wenn die eine oder andere Bahngesellschaft pleite ging. Und, wichtig: S-Bahnen und Trams sind auch ideelle Werte, die einfach zum Lebensgefühl in einer grossen Stadt wie Bern gehören. Antworten
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