Viel Lärm aus dem Nichts

Nur ein einziger Blockbuster wird am Filmfestival von Locarno gezeigt: der fünfte Teil der Jason Bourne Serie mit Matt Damon in der Hauptrolle.

Quelle: Youtube.


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Einmal mehr taucht der von Matt Damon gespielte, traumatisierte Ex-CIA-Agent aus heiterem Himmel auf, und einmal mehr legt er sich in Guerillamanier mit seinen Ex-Vorgesetzten an, um ein düsteres Geheimnis in seiner Vergangenheit zu lüften: Der Plot von «Jason Bourne» – der fünfte Teil in der Serie – ist immer noch der alte.

Mittlerweile dient die Handlung ohnehin nur noch der Verknüpfung von aufwendigen, zerstörerischen Verfolgungsjagden an möglichst dekorativen Schauplätzen, von London bis Las Vegas.

Die Action ist laut und chaotisch, die Zahl der Todesopfer übersteigt rasch das Dutzend, und die Regie von Paul Green­grass – bekannt für abrupte Kameraschwenks in rascher Schnittfolge – wirkt unübersichtlich und ermüdend.

Als kurz vor dem Abspann eine mögliche Rückkehr von Bourne in Aussicht gestellt wird, wünscht man sich nur noch, die geplagte Figur möge jetzt endlich zur Ruhe kommen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.08.2016, 11:33 Uhr

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