Hypotheken vom Geldmarkt bleiben günstig
Lorenz Heim, VZ Vermögenszentrum.
In den letzten Wochen sind die Preise für Festhypotheken je nach Laufzeit um bis zu 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Im langfristigen Vergleich sind sie zwar immer noch attraktiv, allerdings auch bis zu 2,0 Prozentpunkte teurer als sehr kurze Festhypotheken, sogenannte Geldmarkthypotheken. Gemäss den Konjunktur- und Inflationsprognosen der Nationalbank dürften die kurzen Zinssätze noch mindestens bis 2011 auf einem sehr tiefen Niveau verharren, bevor es zu einem leichten Anstieg kommt. Kommt es jedoch wider Erwarten zu einem schnellen und heftigen Anstieg, ist die Freude an günstigen Geldmarkthypotheken von kurzer Dauer. Deshalb sollte man sich gegen einen allzu starken Anstieg mit einer Zinsabsicherung, einem sogenannten CAP, schützen. Dieser garantiert beispielsweise während 6 Jahren einen maximalen Zinssatz von 4,5 Prozentpunkten. Die Prämie dafür beträgt einmalig rund 2,25 Prozent oder umgerechnet auf das Jahr 0,375 Prozent der Hypothekarsumme. Obwohl eine solche Absicherung sinnvoll ist, hält sich die Nachfrage in Grenzen.
Der Grund dürfte die vorschüssige Zahlung sein, die einige Tausend bis Zehntausend Franken ausmacht. Als Alternative gibt es Zinsabsicherungen auch mit einem freiwilligen Mindestzinssatz (sogenannter Floor). Dadurch reduziert sich die Prämie deutlich und fällt unter Umständen sogar ganz weg. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 06.07.2009, 09:52 Uhr
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