Strände, Steinwüsten und Spaniens höchster Berg
Tipps & Infos
Allgemeines: Teneriffa liegt auf der Höhe der westlichen Sahara. Das Klima ist ganzjährig ausgeglichen und mild. Politisch gehört Teneriffa zu Spanien – wie die übrigen Kanarischen Inseln auch. Entsprechend wird Spanisch gesprochen. Die meisten Angestellten im Tourismussektor verfügen zudem über gute Englisch- und Deutschkenntnisse. Für die Einreise ist lediglich eine Identitätskarte nötig. Währung ist der Euro.
Anreise: Die spanische Fluggesellschaft Iberia fliegt das ganze Jahr über nach Teneriffa. Meist muss man in Madrid umsteigen. In der Wintersaison fliegen zusätzlich zu den zahlreichen Charterflügen auch Billiganbieter wie Easyjet die Insel an. Teneriffa verfügt über zwei Flughäfen, einen im Norden, einen im Süden.
Transport: Die Busgesellschaft Titsa bietet gute Verbindungen zwischen Städten und Flughäfen an. Abgelegene Gebiete sind schwieriger zu erreichen. Wer wandern will, muss gut planen – oder ein Auto mieten. Diese sind relativ günstig.
Reisezeit: Die touristische Hochsaison ist Dezember bis März – zumindest für Besucher aus Mittel- und Nordeuropa. Die Festland-Spanier hingegen kommen lieber im Sommer, wenn das Klima auf der Insel angenehmer ist als zuhause.
Reiseplanung: In den Wintermonaten sind Hotels und Fincas häufig ausgebucht. Auch Individualreisende sollten die Unterkünfte deshalb vor der Reise buchen. Da die meisten Touristen pauschal reisen, existieren eher wenige Angebote für Reisende, die auf eigene Faust unterwegs sind.
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Wenn in Nordeuropa die Temperaturen frostig werden, beginnt auf Teneriffa die Hochsaison. Hier ist das Klima stets frühlingshaft warm. Allerdings nicht überall: Auf der Insel existieren zahlreiche Mikroklimas. Von kargen Küsten mit Kaktussen über fruchtbare Täler voller Palmen, Zuckerrohr und Reben bis zur wüstenähnlichen Lavalandschaft rund um den Vulkan Teide: Die unterschiedlichsten Landschaften liegen oft nur Kilometer auseinander – und oft viele Höhenmeter. Wer Strandferien machen will, reist am besten in den Süden der Insel. Dort ist es wärmer als im Norden und an der Ostküste, wo einem die Wolken, die vom Teide-Vulkan an die Küste herunterziehen, meist am Nachmittag die Lust aufs Baden vergällen. Zudem eignen sich bloss wenige Orte zum Baden: Die Insel hat viele steile Küsten. Und mancherorts muss man wegen der Unterströmungen vorsichtig sein. Natürliche Sandstrände gibts zudem bloss einzelne. Für die Strände bei den Tourismushochburgen Las Americas und Los Christianos wurden Steine zu Sand gemahlen. Und für den Vorzeigestrand nahe der Hauptstadt Santa Cruz wurde der Sand sogar aus der Sahara angeschifft. Ein Erlebnis ist es, in einem Naturbecken in den Klippen der Nordküste zu planschen. Ein schöner natürlicher Sandstrand befindet sich in El Médano. Dort bläst allerdings oft ein starker Wind. Er treibt die Sonnenbadenden hinter die schützenden Felsen der Minibuchten – und die Wind- und Kitesurfer aufs Meer.
Lavalandschaft rund um den Vulkan
Um den Nationalpark rund um den 3718 Meter hohen Teide-Vulkan zu erkunden, mietet man am besten ein Auto. Die schönste Auffahrt ist jene von Norden her: Sie windet sich durch einen grossen Kiefernwald den Berg empor. Nebelschwaden ziehen vorbei, verdecken die Sicht, geben sie wieder frei. Schliesslich lichtet sich der Nebel. Und der imposante Vulkan steht direkt vor einem. Wer die Wanderschuhe und eine bergtaugliche Ausrüstung dabei hat, erkundet den Nationalpark am besten streckenweise zu Fuss. Auf den Gipfelsturm müssen die meisten Besucher aber verzichten: Um die Natur zu schonen, ist eine Bewilligung nötig, die frühzeitig beantragt werden muss. Auch im Anaga-Gebirge im Norden der Insel gibt es auf Wanderungen spannende Landschaften zu entdecken. Allerdings ist wegen des oft unwegsamen Geländes dort Vorsicht geboten. Allenfalls empfiehlt es sich, einen Wanderleiter zu engagieren.
Spannende Architektur
Die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife hat kulturell einiges zu bieten: Die grosse Konzerthalle Auditorio de Tenerife ist zum Stadtwahrzeichen geworden. Und mit dem «TEA Tenerife Espacio de las Artes» haben Herzog & de Meuron ein architektonisch spannendes Kunstmuseum geschaffen. Im selben «Lava»-Stil haben die beiden Schweizer Architekten den Park beim Hafen gestaltet.
Der Hafen von Santa Cruz wird oft von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Die meisten Schiffspassagiere verbringen dann einige Stunden in der Flaniermeile der Hauptstadt, vorab um Einkäufe zu tätigen. Entsprechend vielfältig ist das Angebot. Wer etwas mehr Zeit hat, steigt ins Tranvía – ins einzige Tram auf der Insel – und lässt sich hügelwärts in die einstige Hauptstadt La Laguna chauffieren. Die schöne Altstadt mit der langen Geschäfts- und Restaurantmeile und einem lebendigen Nachtleben lädt zum Verweilen ein. Zumindest, falls man die Windjacke dabei hat. Denn hier ist es bereits merklich kühler.
Erstellt: 02.12.2011, 06:11 Uhr
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