Kinder, ab in den Stall!
Eine Woche für 100 Franken
Auch Familien mit knappem Budget sollen sich nach Ansicht der Genossenschaft Schweizer Reisekasse Reka in den Ferien erholen können. Darum gibt es die Reka-Ferienhilfe. Diese ermöglicht einkommensschwachen Familien und Alleinerziehenden zum symbolischen Preis von 100 Franken eine Woche Urlaub – in einer der 1300 Reka-Wohnungen, als Ferien auf dem Bauernhof oder als Aufenthalt in einer Jugendherberge. 2011 kamen mehr als 1200 Familien mit 2830 Kindern in den Genuss der Ferienhilfe. Die Reka ist damit die bedeutendste Organisation für soziale Ferienhilfe in der Schweiz. Die Auswahlkriterien und das Anmeldeformular finden sich auf der Reka-Website.
Infobox
Die 50 Wohnungen (2 ½ bis 5 ½ Zimmer) sind einfach, praktisch und modern. Sie sind auf umweltfreundliche, aus einheimischem Tannenholz gebaute Minergiehäuser verteilt. Jede Wohnung verfügt über einen Sitzplatz oder Balkon und über eine moderne Einrichtung mit Geschirrspül- und Kaffeemaschine. Zum Feriendorf gehören ein Hallenbad, eine Sauna, Gemeinschaftsräume mit Tischtennis- und Billardtischen, Spiel- und Sportplätze im Freien, Parkplätze und ein Streichelzoo.
Anreise Das Feriendorf ist praktisch gelegen für Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die rote Appenzeller Bahn hält gleich oberhalb des Dörfli und führt die Gäste von dort auch wieder weg: entweder nach Wasserauen oder Brülisau, zu Ausgangspunkten lohnenswerter Wanderungen (siehe Weblinks), oder beispielsweise nach Herisau und St.Gallen.
Ausflüge Wandermöglichkeiten und interessante Ziele für Familien gibt es in und um Urnäsch zuhauf. Beliebt sind etwa der Lillyweg, Jakobsbad mit Barfussweg, Bobbahn und Kletterpark oder – wer höher hinauswill – eine Fahrt mit der Luftseilbahn auf den Säntis, die Ebenalp oder den Kronberg.
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Verschroben sind sie. Eigensinnig auch. Zudem klein gewachsen und Fremdem gegenüber misstrauisch. Das Image der Appenzeller lässt sich so leicht nicht widerlegen, wohl aber mit vielen positiven Eigenschaften ergänzen: Sie sind überaus naturverbunden, tierliebend, bescheiden und immer gut gelaunt.
Da passt es also gut, dass das vor vier Jahren eröffnete Reka-Feriendorf in Urnäsch unter dem Motto «Tiere und Natur» geführt wird. Das Landleben wird hier jeden Tag aufs Neue zelebriert und dem Feriengast schmackhaft gemacht. Im dorfeigenen Streichelzoo stehen die Türen offen, Kaninchen, Meerschweinchen und Zicklein können auf den Arm genommen oder gefüttert werden.
Stallleben aus der Nähe
Wem die Streicheltiere auf Dauer zu niedlich sind, ist auf den nahe gelegenen Bauernhöfen ebenfalls herzlich willkommen. Befreundete Landwirte laden die Feriengäste jeweils zu Wochenanfang zum Rundgang ein. Da darf beim Melken der Tiere kräftig mit angepackt und es können nach Herzenslust Fragen gestellt werden. Und so wird nach dem Aufenthalt zwischen Kühen, Kälbern und ratternden Melkmaschinen auch den jüngsten Besuchern klar: Die feine Morgenmilch kommt definitiv nicht aus dem Tetrapak.
Die Gästeschar des idyllisch gelegenen Feriendorfes kommt mittlerweile nicht nur aus allen Ecken und Enden der Schweiz. Auch aus Deutschland oder Holland begrüsst das sympathische Gastgeberpaar Elisabeth und Hanskoni Frischknecht vermehrt Gäste, welche die sanft geschwungenen Hügel des Appenzellerlandes zu einer ihrer bevorzugten Ferienregionen erkoren haben. «Wir hatten sogar schon Besucher aus Indien und Malaysia bei uns», erzählt Elisabeth Frischknecht. Nicht nur asiatische Touristen staunen bei einer Fahrt durchs Appenzellerland über die weit über die grünen Weiden verstreuten Bauernhöfe, die der Sage nach einem Riesen aus dem Sack gefallen sind. Das Loch darin soll entstanden sein, als der Riese bei seinem Marsch zum Bodensee den 2500 Meter hohen Säntisgipfel passierte.
Ski- und Wanderfreuden
Wer nicht nur im Feriendorf verweilen will, kann Urnäsch und die Umgebung auch sportlich entdecken. So gibts im Winter bei genügend Schnee gleich mehrere übersichtliche und familiäre Skigebiete, die vor allem für kleinere Kinder und Ski- oder Snowbordanfänger ideal sind; Skier können auch gleich vor Ort gemietet werden. Für geübtere Fahrer eignen sich der Kronberg und der Säntis, deren Gipfel erst einmal per Luftseilbahn erklommen werden müssen. Liegt kein Schnee mehr, bietet sich die Gegend rund um das Reka-Dorf als Wandergebiet an, befindet sich doch das Alpsteingebirge direkt vor der Haustür. Für Familien gibt es in und rund um Urnäsch also tausendundeine Möglichkeit, die Zeit draussen zu verbringen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 13.01.2012, 13:00 Uhr
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