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Schöner lächeln dank etwas Nachhilfe

Von Juliane Lutz. Aktualisiert am 16.01.2012

Zu einer jugendlichen Ausstrahlung gehören gesunde und schöne Zähne. Wenn Pflege und regelmässige Besuche bei der Dentalhygienikerin nicht mehr ausreichen, können Bleaching und Veneers das Gebiss wieder verjüngen.

Weiss ist die Farbe der Jugend.  Doch mit den Jahren verfärben sich die Zähne oft gelblich.  Dann  kann Bleaching Abhilfe schaffen. Jedoch sind nicht alle Methoden empfehlenswert.

Weiss ist die Farbe der Jugend. Doch mit den Jahren verfärben sich die Zähne oft gelblich. Dann kann Bleaching Abhilfe schaffen. Jedoch sind nicht alle Methoden empfehlenswert.
Bild: Colourbox

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«Nichts macht so jung wie schöne Zähne.» Der Satz stammt von Inès de la Fressange. Die Französin muss es wissen, wurde sie doch mit 51 als Model reaktiviert und reüssiert seitdem erneut in einer von perfekter Jugendlichkeit dominierten Branche.

Sicher musste sie auch einiges in ihren Mund investieren, denn der Zahn der Zeit nagt nun einmal gnadenlos am Gebiss. «Mit den Jahren wird der Zahnschmelz reduziert, und das Dentin scheint durch», sagt Brigitte Zimmerli, Oberärztin an der Zahnklinik der Uni Bern. Das Gewebe, das den inneren Teil der Zahnsubstanz darstellt, lässt die Zähne gelb erscheinen. Zudem setzen Kaffee, Schwarztee oder Nikotin dem Weiss der Zähne zu.

Nachhilfe in Weiss

Günstige Abhilfe schaffen Whitening Pasta und Strips. «Sie hellen bis eine Nuance auf», so Zimmerli. Einen besseren Erfolg erzielt man mit Bleichschienen vom Zahnarzt. Bei dieser medizinisch unbedenklichen Methode werden jedoch wurzelbehandelte Zähne, Füllungen und Kronen nicht mit aufgehellt. Dass die Zähne in den ersten paar Tagen des Bleaching-Prozesses überempfindlich auf Luft und Kälte reagieren können, bestätigt die Weisheit: Wer schön sein will, muss leiden. Das Gute: Die Sache ist relativ erschwinglich. «Pro Kiefer muss man für Schiene und Gel mit etwa 330 Franken rechnen», sagt Zimmerli. Dazu kommen noch die Kosten für die Untersuchung. Die Furcht, dass man danach die Mitmenschen mit einem unnatürlich weissen Gebiss blendet, ist unbegründet. «In der Schweiz bleibt das Bleaching im natürlichen Bereich», sagt Zimmerli. Mit mehr als um eineinhalb bis zwei Nuancen helleren Zähnen ist bei diesen Techniken nicht zu rechnen. Ein Schneeweiss erzielen nur invasivere Methoden wie Keramikschalen.

Teurere In-Office-Bleachings, bei der das Gebiss beim Zahnarzt mithilfe eines hochkonzentrierten Bleichmittels und Lichteinwirkung bearbeitet wird, empfiehlt Zimmerli nicht. «Die Wärme der Lampe trocknet den Zahn aus und lässt ihn dadurch heller erscheinen.» Doch nach ein bis zwei Stunden lasse diese Wirkung nach, und die Bleichwirkung sei auf längere Sicht gering.

Besonders unschön wirken einzelne Zähne, die sich nach einer Wurzelbehandlung dunkel verfärbt haben. Sie können von innen aufgehellt werden. Der Zahnarzt bohrt ein Loch, füllt das Bleichmittel ein und verschliesst den Zahn wieder. «In der Regel erzielen wir damit gute Erfolge» so Zimmerli. Die Kosten pro Zahn betragen etwa 460 Franken. Jedoch neigen nervtote Zähne zu feinen Rissen, in denen sich erneut Farbpigmente einlagern können. Die Folge: Sie dunkeln schneller wieder nach.

Regelmässigkeit macht jung

Neben der Farbe lässt auch eine gewisse Regelmässigkeit das Gebiss jugendlich wirken. So rät Zimmerli etwa bei störenden kleineren Schneidekanteneffekten zu Composite-Füllungen aus Kunststoff. Veneers sind für sie erst das Mittel der Wahl, wenn zum Beispiel grössere Ecken abgebrochen sind. Für die hauchdünnen Kunststoff- oder Keramikschalen werden die betroffenen Zähne leicht abgeschliffen und die Veneers aufgeklebt. Das Verfahren hat seinen Preis. Ein Zahn schlägt mit rund 1300 Franken zu Buche. Um eine entsprechende Wirkung zu erzielen, werden meist alle vier Schneidezähne behandelt. Damit das Ergebnis zufriedenstellend ist, empfiehlt Zimmerli, vorab mit dem Zahnarzt genau zu besprechen, wie die Zähne aussehen sollen. Und erst ein Gipsmodell anfertigen zu lassen, auf dem die zukünftige Zahnform aufwachst ist. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.01.2012, 14:05 Uhr

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