Werbung mit Twiggy verboten - wegen zu starker Retouche
Jugend dank Computer? Ex-Supermodel Twiggy.
Und so sieht sie ohne Retouche aus.
In England wurde eine Werbung mit dem ehemaligen Topmodel Twiggy verboten, weil sie zu stark retuschiert war. Das 60-jährige Model wirbt in der Kampagne für eine Anti-Falten-Creme von Oil of Olaz und verrät dabei «das Geheimnis für eine jüngeren, frischeren Blick». Doch ihr «natürliches Geheimnis» erfülle den Tatbestand der Täuschung und wurde deshalb verboten.
Die britische «Advertising Standards Authority» (ASA) sah zunächst keinen Grund einzuschreiten. «Wir sind davon überzeugt, dass Konsumenten wissen, dass Werbefotos immer glamourös sein müssen und ein Model wie Twiggy professionell gestylt und geschminkt wurde», sagte ein Sprecher des ASA gegenüber der britischen Zeitung «The Guardian». Erst als 700 Klagen wegen «sozial unverantwortlichen Verhaltens» bei ASA einging, wurde die Werbung verboten. In den Klagen wurde bezweifelt, dass Twiggy nur mit Hilfe einer Anti-Aging-Creme so glatt und jung aussehen könne.
P&G, der Mutterkonzern von Oil of Olaz, gab zu, dass die Fotos «entgegen internen Richtlinien» per Computer nachbearbeitet worden waren. Aus diesem Grund entschloss sich P&G aus eigenen Stücken, die Werbefotos mit nicht nachbearbeiteten Fotos auszutauschen (mcb)
Erstellt: 17.12.2009, 16:10 Uhr
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