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Dank Facebook wieder vereint

Aktualisiert am 09.02.2012 3 Kommentare

Die Zwillingsschwestern Emelie und Lin wurden kurz nach der Geburt getrennt und lebten über die Jahre nur wenige Kilometer voneinander entfernt – ohne von der anderen zu wissen.

Nach 28 Jahren wieder vereint: Emelie Falk und Lin Backman.

Nach 28 Jahren wieder vereint: Emelie Falk und Lin Backman.
Bild: AFP

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In Indonesien wurden sie kurz nach der Geburt getrennt, fast drei Jahrzehnte später haben sie sich in Südschweden wiedergefunden: die Zwillingsschwestern Emelie Falk und Lin Backman. In Skandinavien lebten die beiden nur rund 40 Kilometer voneinander entfernt, ohne von der anderen zu wissen. Zusammengefunden haben sie erst über Facebook. ( 31.91 -3.39%)

Nur der Taxifahrer fragte

Die zweieiigen Zwillingsschwestern kamen getrennt voneinander aus einem Waisenhaus im nordindonesischen Semarang jeweils zu schwedischen Adoptiveltern. Aus den Unterlagen keines der Mädchen ging hervor, dass eine Zwillingsschwester existierte. Nur der Taxifahrer, der Lin Backmans Adoptiveltern damals mit dem Baby am Waisenhaus abholte, fragte: «Was ist denn mit der anderen, der Schwester?» Er nannte den Backmans die indonesischen Namen der Mädchen, die das schwedische Paar notierte.

Vieles passte nicht zusammen

Zurück in Schweden machten die Backmans anhand dieser Notiz die Adoptiveltern von Emelie Falk ausfindig – die Familien trafen sich anfangs sogar mehrere Male, um gemeinsam Unterlagen zu den Adoptionen durchzugehen. Beide Elternpaare «dachten aber, dass wir nicht besonders viel Ähnlichkeit miteinander hätten, in den Papieren passte auch vieles nicht zusammen», sagt Emelie Falk: «Und DNA-Tests gab es damals noch nicht.»

Zu den Unstimmigkeiten in den Papieren gehörte demnach, dass der Name des Vaters sich bei beiden Mädchen unterschied. Obwohl der Name der Mutter übereinstimmte, gingen die Falks und die Backmans schliesslich davon aus, dass dies wohl ein Fehler sei. Die Familien verloren sich aus den Augen. Die Geschichte hörten Lin und Emelie als Kinder zwar von ihren jeweiligen Adoptiveltern, doch nach eigener Aussage vergassen beide sie im Laufe der Zeit. Auch später stellten die beiden zunächst keine Fragen zu ihrer Herkunft.

Die Sache liess Emelie keine Ruhe

«Erst als ich vor zwei Jahren geheiratet und begonnen habe, über das Thema Familie und meine Adoption nachzudenken und meine Mutter danach fragte, erzählte sie die Geschichte noch einmal – da beschloss ich, nach Lin zu suchen», berichtet Emelie Falk. Recherchen mit Hilfe eines Netzwerks von Indonesiern, die von schwedischen Eltern adoptiert wurden, brachten sie auf die Spur der Schwester. Gefunden hat sie Lin schliesslich auf Facebook – und im Januar vergangenen Jahres trafen sich die beiden erstmals.

«Ich wurde am 18. März 1983 in Semarang geboren, und meine leibliche Mutter heisst Maryate Rajiman», schrieb Emelie damals an Lin. Und bekam prompt die Antwort: «Wow! Meine Mutter heisst genau so – und das ist mein Geburtstag!» Die Frauen stellten fest, dass sie jede Menge gemeinsam haben: Sie wohnen nicht weit entfernt voneinander, sind beide Lehrerinnen, haben denselben Hochzeitstag – wenn auch die eine ein Jahr früher als die andere heiratete – und sogar dasselbe Hochzeitslied, «You and Me» von Lifehouse. Ein DNA-Test belegt, dass Emelie Falk und Lin Backman mit 99,98-prozentiger Wahrscheinlichkeit Schwestern sind.

«Das war ziemlich bizarr», sagt Emelie Falk über den Moment, als ihre Schwester ihr telefonisch das Testergebnis mitteilte: «Ich sass im Auto und musste erst mal lachen, weil das so schräg war», meint sie. «Dann dachte ich, dass wir zusammen im Mutterleib waren – ziemlich schräg, aber auch ziemlich cool.»

Seit sich die beiden Schwestern wiedergefunden haben, stehen sie in enger Verbindung. Jetzt überlegen sie, ob sie nicht gemeinsam nach Indonesien reisen und dort nach ihren leiblichen Eltern suchen sollten. In den Adoptionsunterlagen haben sie interessante Details entdeckt – unter anderem einen Hinweis auf einen Taxi fahrenden leiblichen Vater. «Jetzt sind wir neugierig, ob er dieser ganz besondere Taxifahrer ist», sagt Emelie Falk. (AFP)

Erstellt: 09.02.2012, 06:28 Uhr

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3 Kommentare

Nate Smith

09.02.2012, 07:05 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Dank eines indonesischen Taxifahrers wieder vereint wäre der bessere Titel... Antworten


Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani

09.02.2012, 08:31 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Facebook hat also doch seine positiven Seiten... Antworten



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