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«Es braucht Zeit und Ruhe»

Interview: Susanne Kübler. Aktualisiert am 01.03.2012

Der neue Intendant des Opernhaus, Andreas Homoki, über seine neue Wirkungsstätte, Honorare und Gerüchte.

Von Berlin Mitte nach Zürich: Der neue Intendant am Opernhaus, Andreas Homoki.

Von Berlin Mitte nach Zürich: Der neue Intendant am Opernhaus, Andreas Homoki.
Bild: Keystone

Spielbuch 2012 / 2013

Premieren
23. September: Janacek: «Jenufa» (Fabio Luisi, Patrick Lange/Dmitri Tcherniakov)
13. Oktober: Ballett: «Romeo und Julia» nach Musik von Prokofjew, UA (Michail Jurowski/Christian Spuck)
4. November: «Sale», ein Händel-Projekt (Laurence Cummings/Christoph Marthaler)
17. November: Frank Schwemmer: «Die Schatzinsel», Kinderoper, UA (Thomas Rösner/Nadja Loschky)
9. Dezember: Wagner: «Der fliegende Holländer» (Alain Altinoglu/Andreas Homoki)
3. Februar: Verdi: «Rigoletto» (Fabio Luisi/Tatjana Gürbaca)
16. Februar: Ballett: Forsythe: «Clug» (Lightfoot/Leon)
9. März: Eötvös: «Drei Schwestern» (Michael Boder, Peter Sommerer/Herbert Fritsch)
7. April: Schostakowitsch: «Lady Macbeth von Mzensk» (Teodor Currentzis/Andreas Homoki)
27. April: Ballett: «Leonce und Lena» (James Tuggle/Christian Spuck)
26. Mai: Mozart: «Don Giovanni» (Robin Ticciati/Sebastian Baumgarten)
23. Juni: Bellini: «La Straniera» (Fabio Luisi/Christof Loy)

Wiederaufnahmen:

Donizetti: «Roberto Devereux» und «Lucia di Lammermoor»
Dvorak: «Rusalka»
Händel: «Rinaldo»
Mascagni/Leoncavallo, «Cavalleria rusticana»/«Pagliacci»
Mozart: «Le nozze di Figaro» und «Die Entführung aus dem Serail»
Puccini: «Tosca», «La Bohème» und «Madama Butterfly»
Rossini: «La scala di seta» (bisher nur in Winterthur)
Strauss: «Salome» und «Der Rosenkavalier»
Verdi: «Un ballo in maschera», «Falstaff» und «La traviata»
Wagner: «Tannhäuser» und «Parsifal»
Ballett: «Schwanensee» (Heinz Spoerli)

Sonstiges:

ab 22. September: Oper auf Achse – mit Bernstein: «Trouble in Tahiti» (Tom Barthel/Aglaja Nicolet)
21. November: Junior-Ballett (Uraufführungen von Douglas Lee und Christian Spuck)
25. April: Internationales Opernstudio: Telemann: «Der geduldige Sokrates» (Christopher Moulds, Claudia Blersch)

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Korrektur-Hinweis

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In Berlin hatten Sie Konkurrenz von zwei weiteren Opernhäusern, hier sind Sie allein. Was bedeutet das?
In Berlin muss man sich stark profilieren. Erst recht als Intendant der Komischen Oper, von der erwartet wird, dass sie anders ist. In Zürich kann ich nun das ästhetische Spektrum öffnen, und darauf freue ich mich sehr. Dieses Aufmachen in Richtung grosse internationale Opernpraxis, das war ja immer Teil meiner Persönlichkeit und meiner Arbeit.

Sie bringen denn auch etliche glamouröse Namen nach Zürich . . .
Es hat ja seinen Grund, wenn Namen glamourös sind. Die Frage ist nur, wie sich so etwas einbindet. Wenn etwas Besonderes entstehen soll auf der Bühne, braucht es Zeit, Ruhe, ein Commitment von allen. Wenn das möglich ist, dann sind Stars herzlich willkommen.

War das für Sie der entscheidende Ansatzpunkt: dass es mehr Ruhe braucht in diesem Opernhaus?
Ich hörte auch von vielen Mitarbeitern, dass es gut wäre, die Premierenzahl zu reduzieren. Damit man die Dinge mit etwas mehr Sorgfalt herausbringen kann.

Weniger Premieren, weniger Spieltage, tiefere Kartenpreise: Wie geht das finanziell auf?
Man spart, wenn man weniger neu produziert. Sogar überproportional: Ab einem gewissen Niveau werden die Produktionen übermässig teuer, weil Nachtschichten anfallen und Dekorationen bei Fremdfirmen bestellt werden müssen.

Bei den Gagen sparen Sie nicht?
Nein. Aber natürlich versucht man, das Gagenniveau unter Kontrolle zu haben.

Mit einer Obergrenze?
Die gibt es. Aber ich verrate sie nicht.

Ist sie tiefer als unter Pereira?
Nein, genau gleich. Die Sänger würden mir ja den Vogel zeigen, wenn ich ihnen plötzlich weniger geben würde.

Sie selbst inszenieren zwei Opern – Wagners «Fliegenden Holländer», Schostakowitschs «Lady Macbeth». Warum gerade diese zwei?
Einen «Holländer» gab es hier seit längerem nicht, und ich wollte das Stück schon lange machen. Ausserdem wollte ich grosse Debüts präsentieren – und mit Bryn Terfel kommt hier einer der grössten Opernstars. Auf «Lady Macbeth» warte ich ebenfalls seit 20 Jahren . . . Wenn Ihnen Schostakowitsch am Herzen liegt: Warum gibts keine Wiederaufnahme der «Nase»?
Wir haben diese Saison schon vor drei Jahren zu planen begonnen; die «Nase» kam erst kürzlich heraus, und man konnte nicht unbedingt mit einem solchen Erfolg rechnen.

Sie setzen bei Wiederaufnahmen vor allem auf Konventionelles.
Die Frage war, welche Stücke uns im Sinne einer Repertoirevielfalt wichtig erscheinen. Und welche dazu attraktiv sind fürs Publikum und fürs Ensemble.

Ihr erstes Programm enthält viele neue Namen. Einer fehlt: Es geht das Gerücht, dass Calixto Bieito einen Zürcher «Ring» inszenieren soll.
Das ist Quatsch. Bieito wird zwar nach Zürich kommen, aber nicht für einen «Ring». Auch Barrie Kosky, mein Nachfolger in Berlin, wird kommen, oder Willy Decker. Wenn ich neun Premieren pro Saison habe, sollen nicht jedes Jahr die Gleichen hier inszenieren.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.03.2012, 09:16 Uhr

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