Red Shoes – «Die roten Schuhe sind das Herzblut»
Von Adrian Kammer. Aktualisiert am 14.12.2011
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Im Jahr 2006 fand die Geschichte der Red Shoes ihren Anfang. Die Mitglieder der Band aus Thun waren damals noch im zarten Teenageralter. Erst drei Jahre später wurde die Gruppe mit dem Sänger Jösu komplettiert. Von da an ging alles sehr schnell. Bereits ein Jahr später rockten die fünf Jungs die Waldbühne auf dem Gurten. Zwei Konzerte im Mokka Thun, einen Auftritt am Thunfest 2011, ein Engagement am Festival Brütten bei Zürich und einige weitere Konzerte konnte die Band bereits in ihrem Lebenslauf verbuchen.
Der Name ist bei den Red Shoes Programm. Tatsächlich tragen alle Bandmitglieder rote Converse-Schuhe, zumindest bei den Auftritten. Einige halten sich sogar den ganzen Winter hindurch an den Dresscode. Sänger Jösu sagt dazu: «Die Verbindung zu den Schuhen widerspiegelt das Herzblut der Band.» Der Name entstand als die Band den ersten Bandraum nur in roten Stofffinken betrat, um ihn nicht zu beschmutzen.
Der gute alte Rock'n'Roll
Die Musik der Band ist eher nostalgisch und orientiert sich stark am Rock'n'Roll der 70er und 80er Jahre. Als Vorbild nennt sie Lynyrd Skynyrd, Guns'n'Roses und Aerosmith. Doch scheuen die Roten Schuhe nicht davor zurück auch einmal in Richtung Country abzudriften. Einseitigkeit kann man ihnen nicht vorwerfen, denn sie nützen die gesamte Bandbreite des Genres aus. Diese reicht von balladenähnlichen Stücken bis zu Hard Rock.
Die Red Shoes verstehen es bestens ihre verschiedenen Instrumente einzusetzen und zu kombinieren. Die Besetzung besteht aus zwei Gitarristen, einem Bassisten, einem Pianisten, einem Schlagzeuger und einem Leadsänger. Eine besondere Note gibt das Klavier, welches sehr viel Melodie zwischen die Gitarrenriffs streut. Gitarrist Kusi macht keinen Hehl daraus, dass er seinem Vorbild Slash (Guns'n'Roses) nacheifert. Das beginnt bei der Kleidung, geht zur Gitarre (Les Paul), über Bewegungen und Spielstil, bis zum Sound.
Leicht und unbeschwert
Die Stimme von Sänger Jösu fügt sich dabei nahtlos ins Gefüge ein. Er getraut sich mitunter auch in die höheren Tonlagen und seiner Stimme kann durchaus ein gewisser Wiedererkennungswert attestiert werden. Seine englischen Texte drehen sich häufig um das Thema des anderen Geschlechts und was heutige Jugendliche sonst noch beschäftigt. Da wäre zum Beispiel der Sinn des Lebens oder das Saufen und Party machen.
Auf sexuelle Anspielungen à la AC/DC oder Machosprüche verzichten die Jungs von Red Shoes. Schon fast unschuldig und eher unbeschwert kommen sie daher. Es geht ihnen um den Spass an der Musik. Musik ist das Grösste für die Band. Jösu sagt: «Sie ist unser Traum, den wir durch alle Böden hindurch verfolgen und nicht aufgeben werden.» Am liebsten möchten sie von der Musik leben können.
Im März wieder auf der Bühne
Die Red Shoes sind keine bösen Rocker, aber sie bringen viel Energie und Ambitionen für ihre Musik mit. Besonders wichtig ist ihnen der Kontakt mit dem Publikum. Sie versuchen sich in die Zuhörer hinein zu versetzen und bereiten ihre Auftritte dementsprechend vor. Im Moment finden einige Besetzungswechsel bei der Band statt und neue Songs sind in Arbeit. Deshalb rocken die Red Shoes voraussichtlich erst im März 2012 wieder die Bühne.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.12.2011, 15:42 Uhr
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