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Professor Rolling Stones

Von Jan Derrer, Boris Müller. Aktualisiert am 17.04.2012 10 Kommentare

Die Rolling Stones werden 50. Ihr grösster Kenner wohnt in Zürich, seit 31 Jahren arbeitet er am Werkkatalog der Band. Im Bernerzeitung.ch/Newsnet-Video gibt er Einblick in seine Raritäten.

Nennt sich «Stonologe»: Rolling-Stones-Kenner Felix Aeppli.
Video: Jan Derrer

Die Stones werden 50: Teil 1

Vor 50 Jahren standen die Rolling Stones zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Anlass genug, die Stones in einer feinen Mini-Serie zu würdigen. Morgen auf Bernerzeitung.ch/Newsnet: Bilder der Stones, die sie höchstwahrscheinlich noch nie gesehen haben.

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Die Schatzkammer der Rolling Stones

Die Schatzkammer der Rolling Stones
Felix Aeppli sammelt seit fast 50 Jahren Tonträger der Rolling Stones. Newsnet zeigte er seine teuersten Exemplare und die, die ihm am teuersten sind.

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Die Rolling Stones stehen seit 50 Jahren auf der Bühne. Seit 48 Jahren beobachtet Felix Aeppli die Band und hält jede Aufnahme und jeden Auftritt fest. «Man musste sich zwischen den Beatles und den Rolling Stones entscheiden, so wie man sich zwischen dem FCZ und GC entscheiden musste. Und ich habe mich in beiden Fällen richtig entschieden.»

Auf den ersten Blick gibt es in der Wohnung des Stones-Kenners keine Hinweise auf seine Sammelleidenschaft. Keine Poster, kein Fan-Schnickschnack. Der Grossteil seiner Sammlung ist fein säuberlich im Estrich verstaut. Aeppli, der als Filmwissenschaftler in Wissenschaftskreisen grossen Respekt geniesst, will kein Fan mehr sein, sondern «Stonologe». «Ich glaube nicht, dass jemand 48 Jahre lang Fan sein kann. Er würde mir ein bisschen leid tun.» Er sieht sich als Wissenschaftler, der Distanz hält zu seinem Forschungsgegenstand. Das hindert ihn jedoch nicht daran, stolz Fotos zu zeigen, auf denen er mit Mitgliedern der Rolling Stones zu sehen ist. Stolz ist er auch darauf, dass Keith Richards ein Exemplar seiner Werkausgabe signiert hat.

Die Gassenhauer nerven ihn

Der 63-Jährige interessiert sich in erster Linie für die Tonträger der Stones. «Alle erhältlichen Aufnahmen habe ich mindestens einmal angehört.» Zu seinem Sammelschwerpunkt gehören die amerikanischen und englischen Originalaufnahmen. Unterdessen umfasst sein Archiv über 3000 LPs, Singles, CDs und DVDs. «Das Rarste ist immer das, was man nicht hat. Ich habe eine Suchliste mit 30 Titeln.» Wichtiger als der Besitz von seltenen Aufnahmen ist ihm, alle Aufnahmen der Stones – im Studio und live – lückenlos zu erfassen. «Ich bin nicht bereit, für eine seltene Single mehrere Tausend Franken zu bezahlen.» In den Achtzigerjahren erschien der Werkkatalog in Buchform, später auf CD-ROM. Unterdessen ist er online zugänglich.

Konzerte der Stones besucht Aeppli nicht mehr. Die grossen Stadionauftritte der Stones mag er gar nicht. «Die Gassenhauer, die sie am Schluss jeweils spielen, wie ‹Brown Sugar› und ‹Jumping Jack Flash›, die kann ich nicht mehr hören. Aber würden sie im Kaufleuten auftreten und mir ein Ticket schenken, dann wäre ich schon dabei.» Aeppli mag an den Stones vor allem die bluesigen Songs. Und wie würde er einen Teenager auf die Stones neugierig machen? «Das Album ‹Some Girls› wäre ein guter Einstieg. Dort ist alles drauf: Rock, Punk, Disco und Country.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.04.2012, 13:31 Uhr

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10 Kommentare

Peter Wenzel

17.04.2012, 17:48 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Ich finde es angenehm dass sich hier jemand um die Musik kümmert und weniger um die ach so Klischeegeschwängerte Peripherie um die Stones. Und ja, es gibt immer noch viel zu entdecken bei der am meisten erforschten und beschriebenen Band der Welt - in ihrer Musik! Antworten


Mick Schneider

18.04.2012, 19:56 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Als Fan, Sammler und LIeberhaber der Stones-Musik kann man Felix Aepplis arkribische, aufwändige Arbeit gar nicht genug würdigen. Danke Felix! Antworten



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