Oli Kehrlis zweiter Troubadourenstreich

Der Berner Troubadour Oli Kehrli tauft am Donnerstag im La Cappella seine neue CD «Am Chnoche gnage». Im Interview spricht er von seiner längsten Beziehung, wie Mani Matter inspiriert und was Knochenarbeit für ihn ist.

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Wer ist der beste Mann für ein Berner Meitschi? Der Troubadour Oli Kehrli hat die Antwort: «S’git nur ei perfekte Maa. Eine, wo zu dir wird stah, i dim Härz äs Füür entfacht, di bestimmt nid würd verlah, wüu ä andri ihn alacht. Dr bescht Maa für di aus Frou, isch ä Fän vom BSC. Är isch tröi, verständnisvou… »

Quelle: Youtube.com/olikehrli

Das singt er auf seiner zweiten CD, die am kommenden Freitag erscheint und tags zuvor im La Cappella getauft wird. «Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Lied veröffentlichen soll. Doch in einer erfolgsorientierten Welt muss doch die Treue eines YB-Fans mal erwähnt werden», erklärt der 36-Jährige, der fast seit zwei Jahrzehnten ein Saisonabo besitzt.

Im Geist durch Bern

Der Chansonnier erzählt uns Zuhörern Geschichten mit dem Schauplatz Bern. «Auch mit 36 Jahren hat sich mein Ausgangsverhalten nicht geändert», schmunzelt er. Geistesblitze notiert er sich in einem Büchlein, dass er immer mitträgt.

Singt er vom Ringgenberg-Café, können wir uns gut vorstellen, wo er da sitzt und ein Glas Wein bestellt. Ein Szenenwechsel bringt den Zuhörer in die Bar «Les Amis» und in einem anderen Lied spaziert man mit Kehrli durch die Rathausgasse zum Matterstutz hinab. Oli Kehrli hat viel mit Mani Matter gemeinsam. «Ich würde nie wagen, mich mit Matter zu vergleichen. Doch Matter wie auch auch Jacob Stickelberger haben mich sehr inspiriert», gesteht der gebürtige Schwarzenburger.

Unterschiede gibt es selbstverständlich: Kehrli setzt weniger auf Boxen als auf Fussball, auch ist das schnelle Mundwerk und dass nicht nur auf Gitarrenbegleitung besetzt wird. Violine, Kontrabass und Cello verleihen manchen Liedern die Prise Melancholie und Traurigkeit, die dem Zuhörer Gänsehaut bescheren.

Lieder sind Knochenarbeit

«Wirklich an den Texten arbeiten, auf das Minimale reduzieren und an den Wörtern feilen, kann ich nur in meinem Musikzimmer zu Hause», schildert der Verseschmied. Dieses befindet sich derzeit in Niederscherli. Knochenarbeit sei das Texten von Liedern, woher auch der Name des Albums «Am Chnoche gnage» herrühre.

Quelle: Youtube.com/olikehrli

Thematisch habe er sich seit dem letzten Album geöffnet: «Damals schrieb ich viel über YB, die Frauenwelt und meine Brüder. Heute habe ich ein breiteres Themenspektrum.» Was nicht heisse, dass YB eine weniger wichtige Rolle spiele: «Abgesehen von meinen Eltern und meinem Bruder habe ich mit YB die längste emotionale Beziehung meines Lebens.» Doch auch die Frauenwelt ist und bleibt ein beliebtes Troubadouren-Thema. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.10.2012, 13:52 Uhr

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