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«Musikjournalisten haben keine Ahnung von mir»
Mag Reime, aber kein Hiphop: Bob Dylan.
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Das irritierendste Weihnachtsalbum kommt dieses Jahr von Bob Dylan, der auf «Christmas In The Heart» eine Handvoll klassischer und obskurer amerikanischer Weihnachtslieder unter besonderer Auslassung von «Jingle Bells» veröffentlichte. Ausserdem liess sich der Meister zu einem seiner raren Interviews hinreissen; in angelsächsischen Obdachlosenmagazinen sprach er heute über die Hintergründe seines neuen Albums.
Im Interview erfahren wir weiter, ob der jüdisch aufgewachsene Dylan als Kind Weihnachten vermisst hat (nein) und was sein Lieblingsfestessen ist (Kartoffelstock und Truthahn). Auch relevante Themen werden behandelt, etwa Dylans Beziehung zu Musikkritikern. «Sie sind Aussenstehende und gehören definitiv nicht zu den Leuten für die ich Musik mache. Sie haben kein natürliches Gespür für meine Arbeit. Sogar nach all den Jahren wissen sie nicht, was sie mit mir anfangen sollen.»
Neben Musikkritikern bekommen auch Hiphopper ihr Fett weg. «Ich habe keine Hiphop-Platte, ich war noch nie an einem Konzert und höre die Musik auch nicht am Radio – ich schätze, das macht mich nicht zu einem Fan.» Allerdings würdige er, dass im Hiphop gereimt werde; reimen sei eine Kunst, die er sehr schätze.
Wie oft in seinen seltenen Interviews führen Dylans Kommentare den Leser in die Irre – oder werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten bescheren. Das ganze Interview im englischen Original finden Sie online (siehe Box).
Erstellt: 26.11.2009, 17:17 Uhr
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