Laute, harte Musik von den Veteranen aus Amerika
Von Adrian Schräder. Aktualisiert am 17.07.2009 4 Kommentare
Die Bühne, die am Donnerstagabend in der Mitte des Zürcher Hallenstadions aufgebaut war, sah kahl und harmlos aus. Nur ein paar Verstärker, ein oranges Schlagzeug und acht an den Rändern postierte Mikrofone standen darauf. Doch wie man an diesem Abend in der mit über 12'000 Zuschauern ausverkauften Halle gleich mehrfach faustdick hinter die Ohren geschrieben bekam, sollte man die grösste Heavy-Metal-Band aller bisherigen Zeiten nicht unterschätzen. Dramatische Filmmusik ab Band stilisierte die Stunde der Abrechnung herauf, als um zehn nach neun das Licht erlosch. Dann warfen Laser in zig verschiedenen Farben im Takt der Musik ihre Strahlen auf die Bühne. Und als die vier Musiker der seit 28 Jahren existierenden Band dann auf die Bühne rannten, regierten gleich Tempo und Lautstärke.
Doch es blieb weiterhin dunkel. Einzig die Laser und ein jeweils frontal auf Sänger James Hetfield gerichteter Spot brachten etwas Licht in das Rockgewitter. Erst neun Minuten später ging das Hallenlicht für wenige Sekunden wieder an, und der ziegenbärtige Hetfield verkündete vor dem nächsten Song: «Zürich, das ist deine Nacht!» Derweil zog Schlagzeuger Lars Ulrich wieder seine typische, an Batman-Figur The Joker erinnernde Grimasse und bearbeitete mit aller Kraft seine Trommeln.
Maschinengewehrsalven und meterhohe Flammen
Auch sonst sorgten Lichteffekte für perfekt düstere Heavy-Metal-Stimmung im sommerlichen Zürich. Immer wieder senkten sich riesige, mit Spotlichtern bestückte Bühnenelemente von der Decke und bestrahlten die mehrheitlich dunkel gekleideten Fans.
Der erste richtig grosse Höhepunkt dann nach einer halben Stunde: Die Musiker verschwinden, Maschinengewehrsalven ertönen, und aus der Bühnenmitte stechen meterhohe Flammen. Auch als die schwarz gekleideten Herren zurückkehren und eine fast siebenminütige Version ihres Klassikers «One» von 1988 anstimmen, züngeln noch immer die Flammen. «Wir danken jedem von euch, dass ihr laute, harte Metallica-Musik unterstützt», sagte Hetfield. Ansonsten verliess man sich aufs lustvolle Abrocken. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.07.2009, 09:40 Uhr
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4 Kommentare
@thomas hamann, bin voll und ganz mit Dir einverstanden. Der Soundmix war katastrophal. Es war mein 8 Metallica Konzert und klar eines der schlechteren. Wir sassen unterhalb der Logenboxen, die Gittaren und Bassriffs kamen z.T. in 4facher Ausführung bei uns an. Geschweige denn die Stimme von James, die einige x versagte.....nichtsdestotrotz, Mettallica forever! Antworten
Es war gestern mein insgesamt 9. Metallica Konzert, was mich als Fan der ersten Stunde (entdeckt habe ich sie 1984) outet. Es war nicht das beste Konzert, was ich von ihnen gesehen habe, das liegt aber mehr am Herrn des Mischpults als an der Qualität der Musiker und an der 23 Uhr Begrenzung. Alles in allem freue ich mich schon auf mein Jubiläum mit Metallica zum 10. Konzert für 'More Live Shit'. Antworten
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