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Handgemachte Töne von «Steph»

Von Martina Maurer. Aktualisiert am 28.10.2009

Rockabilly ist ihre Leidenschaft: Nun bringt die Bernerin «Steph» ihr erstes Album heraus. Am Mittwochabend spielt sie in der Turnhalle.

bernerzeitung.ch

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«Steph» nimmt die Fäden gerne selber in die Hand. Deshalb hat sich die Bernerin dazu entschieden, ihren musikalischen Weg solo zu bestreiten. «Mir ist es wichtig, dass ich die Musik machen kann, die mir gefällt.» Die 35-Jährige hat bereits in verschiedenen (Raggae- und Funk) Bands gespielt. Die sieben Jahre bei einer Rockabilly-Band haben die Sängerin jedoch am meisten geprägt. Ihr Herz blieb bis heute an diesem Musikstil, einer Mischung aus Rock’n’Roll, Blues und Country, hängen.

Naheliegend, dass auf ihrem ersten Album «Flying High» die amerikanischen Einflüsse herauszuhören sind. Vermischt mit Rock und Pop hat sich «Steph» ihren eigenen Stil kreiert. «Ich mag handgemachte Töne», erzählt Stefanie Keusen, wie sie mit bürgerlichem Namen heisst. Sie hat alle Texte geschrieben und bis auf einen Song, die Musik dazu selbst komponiert. Meist fallen ihr die Lyrics ein, wenn sie an einer Melodie feilt. Manchmal habe sie aber auch ein Bild vor Augen, das sie in Worte fasse, beschreibt Steph ihr musikalisches Schaffen. Damit die Songs noch authentischer wirken, setzt die 35-Jährige oft auf die akustische Gitarre: «Ein Song erhält eine ganz andere Farbe».

Auf «Flying High» hantiert «Steph» auf ihrem Erstling vor allem mit hellen Tönen. Sie sei ein fröhlicher Mensch und Musik löse in ihr Glücksgefühle aus, sinniert die Songwriterin. Wenn sich dennoch melancholische Passagen einschleichen, fängt sie diese bewusst mit auftreibenden Melodien wieder auf. Live wird «Steph» von einer Band, die meist in der gleichen Besetzung auftritt, unterstützt. . Für das Album hat sie mit Oli Hartung als Produzent gearbeitet. Mario Capitanio und Hank Shizzoe unterstützten die Produktion als Gitarristen.

So gerne Stefanie Keusen über ihre Musik spricht, zieht sie die Fäden wieder zurück, wenn es um ihre Person geht. Nur zögernd erzählt sie von ihren musikalischen Anfängen. «Steph» lernte bereits als Teenager Klavier spielen, bevor sie eine professionelle Gesangs- und Harmonieausbildung an der Jazzschule Bern absolvierte. Anschliessend kehrte sie Bern den Rücken, um sich im Ausland ausschliesslich der Musik zu widmen. In Spanien sammelte die Musikerin als Saxophonistin Erfahrungen auf der Bühne. Nach einem Jahr beschloss sie, in die Bundeshauptstadt zurückzukehren, um ihr erstes Solo-Projekt zu verwirklichen und sich das Gitarrenspielen beizubringen. «Dieses Instrument hat mir schon immer gefallen, ich habe vorher nur immer den Aufwand gescheucht, es zu lernen», schmunzelt sie. Nach einer Konzert-Reihe mit Coversongs machte sich das Multitalent ans Songschreiben und Komponieren von «Flying High».

Mehr möchte die Naturliebhaberin nicht von sich preisgeben: «Das einzige was zählt ist meine Musik. Wer dahinter steckt, ist nicht wichtig.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.10.2009, 08:41 Uhr

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