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Greis kehrt zurück zur Muttersprache

Aktualisiert am 15.02.2013

Zum 10-jährigen Jubiläum seiner Solokarriere veröffentlicht der Berner Rapper Greis sein erstes komplett französischsprachiges Album. Es ist ab 17. Februar gratis im Internet erhältlich.

1/6 Der Berner Rapper Greis kehrt mit seinem neuen Album zu seinen Wurzeln zurück.
Bild: zvg

   

Hörprobe «Jusqu'à la fin de l'été»

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«Greis Anatomy» ist Greis' Rückkehr zur Muttersprache: Er ist in Lausanne geboren, entstammt der Berner Chlyklass-Crew und ist Mitglied der Rap-Gruppen PVP sowie Rogue State Alliance. Bisher schrieb er vor allem berndeutsche oder englische Songs. Zum ersten Mal habe er sich nun getraut, ein ganzes Album auf französisch zu produzieren, erzählt der Rapper gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. «Ich wusste nicht, ob es einfach oder schwierig ist, ein Album auf Französisch aufzunehmen», führt er weiter aus, «es hat sich nun herausgestellt, dass es einfach ist». In seiner Muttersprache habe er «mehr zum Rasenmähen», im Mundart sei müsse er öfters «die Ecken und Kanten zum Rasenmähen suchen.» Soll heissen: Wörter, nach denen er in Berndeutsch suchen müsse, würden ihm in seiner Muttersprache einfach so einfallen.

Als Jubiläumsgeschenk ist das Album ab Sonntag gratis auf www.greisanatomy.com erhältlich. «Greis Anatomy» sei ein Danke an seine Fans. Er könne seit zehn Jahren von der Musik leben und dies verdanke er seinem Publikum. Diese Aktion sei aber nicht von ihm grosszügig, sondern von «seinen Leuten». Er habe sich noch nie einen Lohn bezahlt, aber sein Umfeld habe für dieses Werk auf seine Gage verzichtet und alles gratis gemacht. Deshalb sei es auch möglich, ein Album in der gleichen Qualität wie die vorderen Werke zu produzieren. «Wir hoffen, dass wir mit den Konzerteinnahmen unsere Rechnungen bezahlen können», schmunzelt er.

Wer trotzdem etwas bezahlen möchte, dem steht extended Version mit zahlreichen Bonussongs und Remixes vom Album «Me Love» auf iTunes zur Verfügung.

Gäste aus dem Welschland

Auf seinem neuen Album tobt sich Greis musikalisch und sprachlich aus, bedient sich seinen frankophonen Wurzeln und kombiniert alle möglichen Einflüsse. Dies zeigt sich auch bei der Gästewahl: Von den Freiburger Industrial-Rockern von Young Gods über die Pariser Rapper Nokti & Moh, der Jurassier Sim’s oder die Genfer Singer-Songwriter Aliose, bis zum Walliser Newcomer Bertrand Bitz, präsentiert Greis eine Auswahl seiner Lieblings-Acts aus dem Welschland.

2007, 2008, 2009 und 2012 erhielt Greis den Swiss Hip Hop Music Award als bester Solo-Künstler, 2010 zeichnete MTV ihn mit einem European Music Award als bester Schweizer Künstler aus. (mas)

Erstellt: 15.02.2013, 13:30 Uhr

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