Berner Rockband hat sich gefunden

Die Berner Rockband Juraya veröffentlicht am 31. Januar ihr neustes Werk «The Search Is Over». Die Band hat sich nach sechs Jahren gefunden – auf musikalischer sowie auf menschlicher Ebene.

Juraya: Das Video zu «Hold On» / Quelle: Youtube


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«Die Suche ist vorbei», sagt Sänger Peter Urfer gut gelaunt. Er ist Lehrer für verhaltensauffällige Kinder und hat gerade Pause – fürs Interview. Die vier Bandmitglieder von Juraya haben alle einen Vollzeit-Job und investieren fast jede freie Minute in die Band. Für das neue Album «The Search Is Over» haben Juraya sogar «so viel Zeit im Übungsraum verbracht, wie noch nie.» Die Band hat neue Songs kreiert und perfektioniert, bestehende Ideen ausgebaut, gejammt und geprobt. Mindestens zwei Mal haben sich die Musiker pro Woche im Bandraum getroffen, manchmal auch mehr und auch live gespielt, um die neuen Songs zu testen.

Denn für Rock schlägt das Herz der vier Musiker. «Juraya sei der Inbegriff für coolen Rock der gepflegten Rockkultur». Rock sei ein guter Ausgleich zum Job. «Nach einem schwierigen Tag, tut es gut, die angestaute Energie herauslassen», schwärmt Urfer.

An Reife gewonnen

Während des Entstehungsprozess hat sich die Band gefunden. Sie habe an Reife gewonnen, die richtigen Worte zum Melodien-Teppich entdeckt und eine Harmonie geschaffen. Für Sänger Peter Urfer aus Interlaken galt es, vor allem die Texte zu den Melodien zu entwerfen und die Phonetik zu verfeinern. «Das ist ein grosser Schritt», erzählt er weiter. «Wir haben über die Jahre viele Erfahrungen gesammelt und konnten diese nun umsetzen». «Als Musiker kann man sich immer weiterentwickeln», erzählt Urfer weiter, «wir wollen schliesslich immer besser werden». Zugute komme der Band sicher auch, dass die Musik nicht zum Beruf wurde, «sonst hätten wir unsere Grenzen vielleicht schon erreicht». So aber habe die Band immer noch viel Potenzial, sich zu steigern.

Keyboard-Melodien

Seit dem ersten Album hat sich bei Juraya einiges verändert. Deshalb gab es zwischen dem Erstling im Jahr 2009 und dem neusten Werk auch eine längere Schaffenspause. Die Band hat in der Zwischenzeit den Schlagzeuger gewechselt. Vor zwei Jahren hatten die vier Musiker schliesslich die Idee, einen Keyboarder zu engagieren. «Dies gestaltete sich jedoch schwieriger, als gedacht», führt Peter Urfer weiter aus. «Wir wollten das Keyboard nur als Sound-Unterlage, das ist für die meisten Tastenmänner zu wenig Präsenz». Aus diesem Grund hat sich die Band entschieden, die Keyboard-Melodien von Gästen einspielen zu lassen. An den Konzerten werden diese, ausgelöst vom Drummer, digital abgespielt. «So sind wir nun zufrieden», zieht Urfer Bilanz.

Juraya haben sich jedoch nicht nur im musikalischen, sondern auch im menschlichen Bereich noch näher gefunden: «Wenn man gemeinsam unterwegs ist, spielt auch das zwischenmenschliche eine grosse Rolle», weiss Urfer. Auch eine Band hat Hochs und Tiefs. «Alle Meinungen auf einen Nenner zu bringen ist nicht immer einfach», so der Musiker, «wir haben aber einen Weg gefunden, der für uns alle stimmt». (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.01.2014, 14:25 Uhr

Die Band

Peter Urfer: Sänger
Wernu Hostettler: Schlagzeuger
Gian Carlos Monn: Gitarrist
Jürg Bill: Bassgitarrist

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