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Auf der Suche nach der geheimnisvollen Frau

Von Martina Maurer. Aktualisiert am 18.04.2011

Die Silhouette einer Frau, ein Träumer, Hoffnung und die Enttäuschung zum Schluss: Der erste Video-Clip «A Fantasy» der Berner Band Aeywaeg erzählt aus dem Leben. Eine Geschichte, in der der Hörer mitleidet – und sich darin selber wiederfindet.


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Der Mann, der die Geschichte erzählt, sitzt auf seiner Laube und sieht im Mondlicht die Silhouette einer schönen Frau. Ihre Haut wird oberflächlich erhellt und er beginnt zu phantasieren. Er sucht sie in Gedanken in verschiedenen Situationen – erreicht sie aber nie.

So lässt sich der erste Video-Clip der Berner Mundart-Rockband Aeywaeg beschreiben. «Der Hörer soll Zeuge einer Enttäuschung werden, die sich beim Erzähler aus eigentlich gar nichts zu einer Hoffnung oder gar Erwartung aufgebauscht hat», erklärt Songschreiber Robert Buri die Botschaft des Songs.

Schauplatz Bern

Aus einer einfachen, realitätsnahen Idee hat die Band schliesslich, mithilfe von Trinipix-Regisseur Aaron, eine Geschichte geschaffen, die berührt. Untermalt von einer melancholisch, aber dennoch hoffnungsvollen Melodie und einem treibenden Rhythmus lebt der Zuschauer diesen Traum mit Haut und Haaren mit. Das Zusammenspiel zwischen den beiden Elementen Musik und Film funktioniert; die teilweise schnellen Schnitte bringen die nötige Spannung ins Spiel und die musikalischen Einblendungen lassen nicht vergessen, um was es grundsätzlich geht: Nämlich um die Musik.

Die Band hat mit der Liebe ins Detail und den sorgfältig ausgewählten Schauplätzen nichts dem Zufall überlassen und sich den Clip mit einer professionellen Crew im Rücken auch etwas kosten lassen. Gedreht wurde alles in Bern: In der Brauerei Gurten, am Steg unter der Kornhausbrücke, am Weyermannshaussee, im Park bei der Unitobler, im Historischen Museum und auf der Allmend.

Der Clip entstand an insgesamt zwei Tagen. Der erste Drehtag fand am 6. Februar in der leeren Produktionshalle der Gurten Brauerei in Wabern statt. «Im Gebäude war es gerade mal zwei Grad, es gab keine Heizung und wir drehten von 9 Uhr bis 17.30 Uhr», erzählt Robert Buri und schmunzelt, «draussen strömten bei wunderschönem Wetter und 15 Grad viele Leute auf den Gurten.» Es sei unglaublich, welche Energie und welcher Aufwand ein nur dreieinhalb Minütiges Video in Anspruch nehmen. Sie hätten für einige Szenen stundenlang üben müssen.

Bei 3 Grad im Sommerkleid

Am 6. März mussten sich die Musiker und die Schauspielerin bei drei Grad mit Bise durch kämpfen: « Ich staunte ab der Professionalität der Schauspielerin, die bei dieser Kälte, ohne ein einziges Mal zu jammern den ganzen Tag im dünnen Sommerkleidchen ihre Aufgabe so bravourös erfüllte», führt Buri weiter aus. Glücklich ob dem gelungenen Video hüllt sich der Musiker bei weiterem Nachfragen zur Hauptdarstellerin aber in Schweigen. Nur soviel sei verraten: Es handelt sich um eine Schweizer Schauspielerin mit Wohnsitz in Zürich und New York. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.04.2011, 11:44 Uhr

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