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AC/DC in Bern: Traditionalisten unter Starkstrom

Von Miriam Lenz. Aktualisiert am 07.06.2010 3 Kommentare

AC/DC sind auf «Black Ice»-Tour – und auch am Dienstag in Bern wollen alle live dabei sein. Die australische Hardrockband ist nach fast 40 Jahren gefragt wie eh und je. Gründe, warum man auch heute noch zum Fan werden kann.

«Ältere Herren, die wie alle anderen einem Job nachgehen»: 
Brian Johnson (links) und Angus Young bei einem Konzert  in Rotterdam.

«Ältere Herren, die wie alle anderen einem Job nachgehen»: Brian Johnson (links) und Angus Young bei einem Konzert in Rotterdam.
Bild: Keystone

Die nächste Rock-’n’-Roll-Karawane

Kaum haben die 39 Trucks von Muse Bern verlassen, nimmt bereits die nächste Rock-’n’-Roll-Karawane das Stade de Suisse in Beschlag: Nach dem samstäglichen Auftritt in Dänemark rollen AC/DC und ihre 100-köpfige Crew mit 45 Lastwagen und 10 Nachtbussen an. Wie schon beim Muse-Konzert letzten Mittwoch ist von AC/DC ein grosses Spektakel zu erwarten: Die Band bespielt eine 60 Meter breite Bühne – viel Auslauf für die Musiker, die im Probelokal allesamt im Sitzen musizieren.

Wegen der Bauarbeiten auf dem Wankdorfplatz und auf der Stadttangente rechnet die Polizei erneut mit einer prekären Verkehrssituation. Sie rät zur Anreise mit Bahn, Bus und Tram. Die SBB fahren Extrazüge (railaway.sbb.ch). Wer mit dem Auto kommt, sollte genug Zeit einkalkulieren. Die Vorband Krokus spielt ab 19 Uhr. Das Konzert ist seit Monaten komplett ausverkauft.

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Würden sich AC/DC um Jubiläen scheren, stünde in drei Jahren eine Megaparty an. Am 31.Dezember 2013 wird die australische Hardrockband 40-jährig – ein beachtliches Alter für eine Formation, die zu musikalischer Weltgrösse heranwuchs, ohne jemals mit der Zeit zu gehen.

Denn eigentlich klingen AC/DC von heute nicht anders als AC/DC von 1973. «Rock’n’Roll Train», die erste Single des «Black Ice»-Albums von 2008, könnte ebenso gut aus jener Zeit stammen, in der sich «Highway to Hell», «T.N.T» oder «Shoot to Thrill» durch den Äther bissen. Wie Caramel in den Zähnen setzten sich die vier Musiker vor vier Dekaden im schnörkellosen Hardrock fest.

Erfolg bis ins Rentenalter

Abgesehen davon, dass die Männer um Sänger Brian Johnson (seit 1980 dabei) und Gitarrist Angus Young ihre Linie ohnehin durchgezogen hätten, gab es für AC/DC zu keiner Zeit Grund, sich neu zu erfinden oder gar in Pension zu gehen: Die Band hat im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich Alben verkauft – weit über 200 Millionen insgesamt.

Schon das ersten Album «High Voltage» wurde 1975 zum grossen Erfolg. Den Durchbruch schafften sie vier Jahre später mit dem legendären Album «Highway to Hell». 1980 erschien ihr erfolgreichstes Album «Back in Black», das mehr als 49 Millionen Mal über den Ladentisch ging, 22 Millionen Mal allein in den USA.

Der Grund für den generationenübergreifenden Erfolg liegt nicht nur in der Unverkennbarkeit und der Eingängigkeit der AC/DC-Knaller. Die Band ist stets auch durch besondere Merkmale wie krächzigen Gesang, schnörkellose Gitarrenriffs, ähnlich gestrickte Soli und eindrucksvolle Bühnenshows aufgefallen. Im Mittelpunkt der Eigenheiten tummelt sich Gitarrist Angus Young. Seit Gründungstagen tritt er konsequent in Schuluniform auf die Bühne.

AC/DC sind trotz Weltruhm, Millionenverkäufen und ausverkauften Megashows authentisch und bescheiden geblieben. So kann auch heute noch Fan werden, wer in den 80ern und 90ern, von Kuschelrock benebelt, fürchtete, AC/DC seien wie ein schmerzhafter Griff in die Steckdose. «Wir haben nicht einmal zu denken gewagt, dass wir nach achtjähriger Pause mit ‹Black Ice› noch einmal so erfolgreich sein würden», sagte Sänger Brian Johnson in einem TV-Interview vor zwei Jahren. Schliesslich seien sie nichts weiter als mittlerweile ältere Herren, die wie alle anderen einem Job nachgingen.

AC/DC und die Fischer

Nur, dass sich AC/DC ein Leben ohne Musik nicht vorstellen können. Ans Aufhören wollen sie nicht denken und auch nicht an Jubiläen. Brian Johnson: «Oder haben Sie schon einmal eine Truppe von Fischern gesehen, die sich alle zehn Jahre trifft und sagt ‹Yeah, jetzt sind wir schon wieder weitere zehn Jahre Fischer gewesen›?»

(Berner Zeitung)

Erstellt: 07.06.2010, 11:47 Uhr

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3 Kommentare

Hans Guggelmann

07.06.2010, 12:05 Uhr
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Ich freu mich! Man sieht sich, bis morgen! Antworten


Stefu Wyss

07.06.2010, 13:42 Uhr
Melden

Das wird eine ganz grosse Sache, ich freue mich bereits sehr auf den Dienstag, nach dem Konzert von MUSE ein nächstes Konzert Highlight im Wankdorf!!! Let's rock! Antworten




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