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Zwei bedeutende US-Künstler verstorben

Aktualisiert am 28.12.2011

In den vergangene Tagen sind gleich zwei einflussreiche Künstler gestorben: Der Pop-Art-Maler James Rizzi und die abstrakte Expressionistin Helen Frankenthaler.

Bemalte Turnschuhe, Häuser, Autos und ein Flugzeug: James Rizzi an einer Vernissage in Bremen 2010.

Bemalte Turnschuhe, Häuser, Autos und ein Flugzeug: James Rizzi an einer Vernissage in Bremen 2010.

Liess sich von Jackson Pollok inspirieren: Helen Frankenthaler. (Bild: Screenshot New York Times)

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Der Pop-Art-Künstler James Rizzi ist tot. Der US-Amerikaner starb im Alter von 61 Jahren in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag in seinem New Yorker Studio, wie sein deutscher Verlag Art 28 auf Rizzis Internetseite mitteilte. Ebenfalls verstorben ist die US-Künstlerin Helen Frankenthaler. Sie verstarb am Dienstag 83-jährig in ihrem Haus in Connecticut.

«Mit grosser Bestürzung und Trauer haben wir den Tod James Rizzis bekanntzugeben. (...) Sein plötzlicher und unerwarteter Tod ist ein Schock für Hinterbliebene, Freunde und Sammler gleichermassen», hiess es auf Rizzis Homepage.

Die genaue Todesursache war zunächst unbekannt, laut Mitteilung war Rizzi «friedlich eingeschlafen». Sein New Yorker Agent Henry Welt sprach von einer natürlichen Ursache. «Mit James Rizzi verliert die Kunstwelt einen der letzten grossen Pop-Art-Künstler», schrieb Rizzis Verleger Bernhard Feil in dem Online-Nachruf.

Hut als Markenzeichen

Der Künstler mit dem obligatorischen Hut, dicker Brille und bunten Turnschuhen wurde am 5. Oktober 1950 in Brooklyn geboren. Kein Untergrund war Rizzi zu abwegig, um mit seinen quietschbunten Motiven bemalt zu werden: Turnschuhe, Häuser, Autos oder selbst eine Boeing. Sein Markenzeichen war der «Rizzi-Bird».

Er studierte Kunst an der University of Florida. Schon in der Zeit beschäftigte er sich mit der Kombination von Malerei und Skulptur. Daraus entwickelte er schliesslich seine bekannten 3D- Grafiken. Später kehrte Rizzi in seine Heimatstadt New York zurück, wo er bis zuletzt im Stadtteil Soho in einem Wohnstudio lebte, das er auch als Atelier nutzte.

Der Big Apple war auch Dreh- und Angelpunkt seiner Kunst: Seine Arbeiten spiegelten stets das dichte, eng besiedelte Manhattan wider. Etwa in «New York City is a great place to be but best of all is the people you see» (New York ist ein toller Platz zum Leben, aber am besten sind die Leute, die man sieht).

Helen Frankenthaler stirbt 83-jährig

Die US-Künstlerin Helen Frankenthaler ist tot. Die Malerin war am Dienstag im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit in ihrem Haus in Connecticut gestorben, sagte ihre Assistentin der «New York Times».

Frankenthaler galt als Vertreterin der zweiten Generation des Abstrakten Expressionismus und war von 1958 bis 1971 mit dem Künstler Robert Motherwell verheiratet.

Sie verwendete eine von Jackson Pollock entwickelte Maltechnik, mit der sie Farben direkt auf die am Boden liegende Leinwand auftrug. Die Tochter einer deutschen Immigrantin und eines New Yorker Richters wurde vor allem durch ihre weiterentwickelte Fleckenmethode wie bei «Mountains and See» (1952) bekannt. (kpn/sda)

Erstellt: 27.12.2011, 21:36 Uhr

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