Wie man im Suff 21 Millionen verdient
Schauspieler Hugh Grant, Schauspielerin Liz Taylor auf einem Gemälde von Andy Warhol.
Was tut Hugh Grant, wenn er betrunken ist? Er kauft Kunst, zum Beispiel. Und verdient damit nebenbei mal schnell 21 Millionen Schweizer Franken. So geschehen im Jahr 2001. «Ich war betrunken», erklärt Grant seinen Kunstsachverstand. Nach einem Essen mit seinem Vater, gefolgt von einem spontanen Flug mit der Concorde von London nach New York und einem Mittagessen mit sehr viel Bier, habe er sich etwas kaufen wollen. Er beschloss aus einer Laune heraus, bei einer Auktion in New York ein Gemälde von Andy Warhol zu ersteigern. Grant beauftragte eine Agentin, für ihn zu bieten. «Zu meinem grossen Horror tat sie das und schlimmer noch, ersteigerte es.»
Umgerechnet rund sechs Millionen Schweizer Franken zahlte Hugh Grant für seine Bieridee. Sechs Jahre später beschloss der Schauspieler dann, das Porträt von Elizabeth Taylor wieder zu verkaufen und bekam dafür 24 Millionen.
Viele Beobachter lobten Grant daraufhin für seinen Geschäftssinn. Doch seit der Schauspieler so freimütig zugegeben hat, wie er zu seiner Kaufentscheidung gekommen ist, muss man sich wohl eher fragen, was das über den Kunstmarkt aussagt. Grant immerhin scheint Geschmack an der Kunst gefunden zu haben: «Heute bereue ich, dass ich es wieder verkauft habe, obwohl es mich reich gemacht hat.»
Erstellt: 15.12.2009, 16:02 Uhr
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