Trotz Beistand: Ernst Beyeler bleibt der Patron
Von Annemarie Monteil. Aktualisiert am 20.05.2009
Der Rückzug des heute 88-jährigen Ernst Beyeler von den Alltagsgeschäften begann vor Jahren. Er spürte sehr wohl, dass man im Alter einiges an Tempo und Dezidiertheit verliert, und gab bewusst immer mehr Verantwortung ab, überliess sogar die geliebte Bilderhängung und manches Auswahlverfahren einigen wenigen – allerdings selbst gewählten – Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. So wurde es notwendig, dem kinderlosen Ernst Beyeler einen Berater in der Funktion eines Beistandes beizugeben. Die Aufgabe übernahm Edgar Fluri; er hat seit vielen Jahren mit Ernst und Hildy Beyeler im Rahmen der Fondation Beyeler in Riehen sowie der Galerie Beyeler in Basel zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit, so sagt er, werde nun mit Ernst Beyeler noch enger.
Für die Mitarbeiter ist Ernst Beyeler nach wie vor der Patron, der von allen respektiert, ja verehrt wird. Man muss nur bei seinem Gang durch die Fondation beobachten, wie selbstverständlich er in seiner Rolle als Chef behandelt wird. Claudia Neugebauer, die Geschäftsführerin der Galerie an der Bäumleingasse 9 in Basel, seit 37 Jahren mit Ernst Beyeler zusammenarbeitend, kann mit ihm noch immer Fragen besprechen.
Beim Thema Kunst erwacht das alte Interesse
Im selben Text behauptete der «SonntagsBlick», die «heute der Stiftung Fondation Beyeler gehörende Kunstsammlung umfasst etwa 16'000 Gemälde». Schön wärs, abgesehen von Depotproblemen. Was stimmt: Die Fondation besitzt gegenwärtig 227 Werke (Klassische Moderne plus Ethnokunst). Die Zahl 16'000 betrifft die Bilder und Skulpturen, die in sechzig Jahren Kunsthandel durch die Hände Ernst Beyelers gegangen sind. Die vielen An- und Verkäufe, die Beratungen, persönlichen und noch öfter telefonischen Kontakte wurden geknüpft und gepflegt im kleinen Büro an der Bäumleingasse. In diesem Büro, einem Kern seiner Existenz, sitzt Ernst Beyeler an manchem Morgen, sinnend, lesend, Bekannte empfangend.
Vor wenigen Tagen habe ich ihn dort besucht. Beim Thema Kunst erwacht das alte Interesse, beim Thema Natur die Begeisterung. Vorläufig sind denn auch die oft unkenhaften Mutmassungen über den Fortbestand des Beyeler-Imperiums müssig. Beyeler agierte bei seinen Entscheidungen immer im kleinsten Kreis, auch jetzt wissen nur wenige Vertraute: Die Zeit der Galerie wird ohne Ernst Beyeler begrenzt sein, die Fondation lebt weiter.
Schon länger vorbereitet ist, dass Ernst Beyeler Ehrenpräsident der Stiftung wird. Neuer Stiftungspräsident ist Hansjörg Wyss, Verwaltungsratspräsident der Firma Synthes, eines weltweit führenden Unternehmens für Medizintechnik. Er ist seit über 20 Jahren eng mit Ernst Beyeler verbunden. Für das Tagesgeschäft wird nach wie vor der Stiftungsratsausschuss (Dr. Georg Krayer, Dr. Christoph Stutz, Christoph Megert) verantwortlich sein. Museumsdirektor der Fondation Beyeler ist Sam Keller. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 20.05.2009, 11:47 Uhr
Kultur
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!






