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Pipilotti Rist mit Millionenprojekt in New York

Aktualisiert am 19.11.2008 3 Kommentare

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York zeigt ein spektakuläres Kunstwerk von Pipilotti Rist – eine Mischung aus Skulptur, Raumgestaltung und Video.

Pipilotti Rist erklärt ihr Werk im Museum of Modern Art. (Englisch, Video: MoMA New York)

Die Ausstellung

Pipilotti Rist: Pour Your Body Out (7354 Cubic Meters), Museum of Modern Art, New York, bis 2. Februar 2009.

www.moma.org

Die kühne Installation erfülle alle Hoffnungen, die das MoMA in Rist gesetzt habe, sagte Museumsdirektor Glenn Lowry.

Schon bevor der Umbau des 2004 wiedereröffneten Museums fertig gewesen sei, habe man sich überlegt, welche Künstler am besten mit den neuen Räumlichkeiten spielen könnten, sagte Lowry am Dienstag im MoMA. Die Erste auf der Liste sei Pipilotti Rist gewesen.

Die Mischung aus Skulptur, Raumgestaltung und Video im riesigen Atrium des Museums verwandle den Raum und besteche mit atemberaubend schönen Bildern. Der grosse technische Aufwand hinter dem Projekt namens «Pour Your Body Out» - zu deutsch etwa «Giesse Deinen Körper aus» - sei nicht zu sehen, es wirke leicht und erfrischend.

Kunst verschmilzt ins Museum

Der Kurator der Ausstellung, Klaus Biesenbach, sagte, Rist sei es gelungen, in der Installation ihre Kunst und das Museum eins werden zu lassen. Dies sei angesichts der anderen Werke in der Eingangshalle des Museums nicht leicht: Da ein Juan Miro, dort ein Van Gogh und neu nun ein Pipilotti Rist.

Die Schweizer Künstlerin bedankte sich beim Museum und dem Team der Mitarbeiter, die über drei Wochen am Aufbau der Ausstellung in MoMA arbeiteten. Sie freue sich nun vor allem darauf, die Reaktionen aus dem Publikum zu hören, sagte Rist, bevor sie sich unter die Museumsbesucher mischte.

Auf Jahre hinaus ausgebucht

Das MoMA hat die Installation gekauft und zählt sie nun zu seiner Sammlung. Als Hauptsponsor der Ausstellung, die laut Rist ein Gesamtbudget von rund einer Million Franken hat, zeichnet die Schweizer Grossbank UBS.

Trotz der Auswirkungen der Finanzkrise auf den Kunstmarkt muss sich Pipilotti keine Sorgen um Aufträge machen. Sie sei auf Jahre hinaus ausgebucht, sagte sie der Nachrichtenagentur SDA in New York. 2009 kommt mit dem 77-minütigen Streifen «Pepperminta» der erste lange Spielfilm der Künstlerin in die Schweizer Kinos. (rb/sda)

Erstellt: 19.11.2008, 15:17 Uhr

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3 Kommentare

Ruud S.

19.11.2008, 18:45 Uhr
Melden

Die UBS soll das Sponsoring sofort zurücknehmen und nicht weiterhin Kundengelder verprassen. Kein Wunder ist die Aktie dieser Bananenbank fast nur noch Fr. 10.-- wert. Antworten


Markus Mika

19.11.2008, 23:00 Uhr
Melden

Ich habe vor zwei Wochen im MoMA einen Teil der Installation der Rist-Exhibit gesehen, wo viele der Film-Projektionen schon am laufen waren. Wirklich beeindruckend und sehr passend in der Architektur des Museums. Damals war mir noch nicht bewusst, dass dies ein Schweizer Beitrag ist. Jetzt bin ich aber sehr stolz auf die ferne Heimat. MM, Las Vegas, NV Antworten



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