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Zwei Bundesräte an den Solothurner Filmtagen

Aktualisiert am 12.01.2010

Festivaldirektor Ivo Kummer präsentierte am Dienstag das Programm der kommenden Filmtage. Er erwartet rund 45'000 Besucher.

Will das Wochenende stärken: Festivaldirektor Ivo Kummer.

Will das Wochenende stärken: Festivaldirektor Ivo Kummer. (Bild: Keystone)

45. Solothurner Filmtage

21. bis 28. Januar. Programm: www.solothurnerfilmtage.ch

Erstmals finden die Filmtage von Donnerstag bis Donnerstag - nicht wie bisher von Montag bis Sonntag - statt. Dadurch solle das Wochenende gestärkt und fürs filminteressierte Publikum attraktiver gemacht werden, sagte Filmtage-Direktor Ivo Kummer.

Eröffnet werden die Filmtage am Donnerstag, 21. Januar von Bundesrätin Doris Leuthard. Zur «Nacht der Nominationen» vom 27. Januar, an dem die für den Schweizer Filmpreis «Quartz» nominierten Filme bekanntgegeben werden, wird laut Kummer Bundesrat Didier Burkhalter erwartet.

Humanistische Grundhaltung filmisch umsetzen

Die Jury für den «Prix de Soleure», der zum zweiten Mal verliehen wird, besteht aus der Regisseurin Bettina Oberli, der Waadtländer SP-Ständerätin Géraldine Savary und dem Kolumnist Daniel Binswanger. Ausgezeichnet wird ein abendfüllender Spiel- oder Dokumentarfilm, der eine humanistische Grundhaltung überzeugend filmisch umsetzt.

Ins Rennen um den mit 60'000 Franken zweithöchst dotierten Filmpreis in der Schweiz steigen die Dok-Filme «Dharavi, Slum for Sale» von Lutz Konermann, «Breath Made Visible» von Ruedi Gerber, «Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko, «Face au juge» von Pierre-François Sauter und «Nel giardiono dei suoni» von Nicola Bellucci.

Zudem sind die Spielfilme «La guerre est finie» von Mitko Panov, «Waffenstillstand» von Lancelot von Naso und «Lourdes» von Jessica Hausner nominiert. Das Publikum kann aus den 13 Langfilmen des Abendprogramms seinen Favoriten auswählen und mit dem «Prix du Public» auszeichnen. Die Preissumme beträgt 20'000 Franken.

Preise für Publizisten und Techniker

Der erstmals in zwei Kategorien vergebene Preis der Filmpublizistik («Prix Pathé») geht an die Journalisten Christoph Egger und Michael Sennhauser. Egger erhielt die Auszeichnung für seine Kritik «Ein kurzer Sommer der Anarchie» in der NZZ über den Film «Home», Sennhauser für einen DRS2-Radiobeitrag über «Maman est chez le coiffeur». Die Preisträger erhalten je 10'000 Franken.

Zwei Filmtechnikerpreise sind ebenfalls mit 10'000 Franken dotiert. Mit dem Anerkennngspreis der Gemeinde Lohn-Ammannsegg wird Patrick Lindenmaier für sein in den 1990er Jahren entwickeltes Verfahren zum Transfer von digitalen Filmdaten auf Zelluloid ausgezeichnet. Für seine langjährigen Verdienste im Schweizer Film erhielt der in Paris lebende Kameramann Carlo Varini den Ehrenpreis der Gemeinden im Wasseramt. (rb/sda)

Erstellt: 12.01.2010, 16:41 Uhr

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