«Zickig bin ich nur bei Stress»
Von Nina Kobelt. Aktualisiert am 02.12.2009
Nora Tschirner mit Filmpartner Till Schweiger.
Nora Tschirner, in
«Zweiohrküken» hacken
Sie auf Ihrem Filmfreund
Ludo herum, bis Sie ihn
sozusagen in die Arme
einer anderen treiben.
Wie verhalten Sie sich in
realen Beziehungen?
Nicht so wie die Anna. Nicht
dass ich gefeit wäre vor Verletzungen,
Trennungen und
solchen Dingen. Aber bestimmte
Situationen – so wie
im Film Schwachsinnsratschläge
von Freundinnen
bekommen und umsetzen –
würden bei mir nicht stattfi
nden.
Aber zickig können Sie
schon werden?
Das fi nde ich...aah! (Nimmt
erfreut den bestellten Kartoffelbrei
und eine kalte Schokolade
entgegen). Da wird Ihnen
bestimmt schlecht!
Nein, nein, passt schon.
Also. Ich bin heute wohl nur
noch zickig in Situationen,
in denen ich wahnsinnig
gestresst bin. Das hat mit Beziehung
nichts zu tun, das
passiert, wenn ich überarbeitet
bin oder wenn ich körperlich
an meine Grenzen
komme. Dann werde ich
auch ungerecht, ich entschuldige
mich jeweils auch.
Oft werden aber auch Sachen
in einen Topf mit «zickig»
geworfen, die gar nichts damit
zu tun haben.
Was zum Beispiel?
Von männlicher Seite wird ja
gern das Wort «anstrengend» ins Spiel gebracht –
Frauen sind anstrengend. Ich
würde wohl in diesen Topf
fallen, fi nde das aber nicht
anstrengend. Ich möchte ja
auch einen Partner, der mich
fordert. Neurotisch darf er
deshalb noch lange nicht
sein.
Muss man an einer
Beziehung arbeiten?
Wenn zwei Leute das Bedürfnis
haben, miteinander zu leben, gibt es schon Arbeit
und Dinge, die über das Leben
auf dem Ponyhof hinausgehen.
In diesem Film zeigen Sie
Mut zur Hässlichkeit,
etwa wenn Sie halbnackt
in unvorteilhafter
Unterwäsche im
Dessousladen stehen.Mussten Sie das lernen?
Die Überlegung findet bei
mir gar nicht statt. Natürlich
bin ich nicht uneitel, das ist
ja sowieso niemand. Aber
beim Schauspiel hat Eitelkeit
nichts zu suchen. Und beim
Humor sowieso nicht. Wenn
es dem Witz dient, bin ich
gerne hässlich.
Auch humorvoll waren Sie
schon immer?
Humor hat für mich mit
Adrenalin und Wohlgefühl
zu tun. Ich war von frühester
Kindheit an von lustigen Menschen
umgeben. Ich gehe
gerne Sachen auf den Grund,
bin fasziniert von Strukturen
– auch von jenen des Humors.
«Keinohrhasen» war
superlustig. Verliert
ein Sequel nicht
automatisch an Witz,
wenn man versucht,
etwas zu wiederholen?
Werden Sequels aus falschen
Gründen gemacht, kommt
man nicht weit. Aber Til kam
schon während der «Keinohrhasen
»-Dreharbeiten zu
mir und fragte: Was hältst du
von einer Fortsetzung? Wir
machen es aber nur, wenn
das Drehbuch super ist.
Und, wirds einen
dritten Teil geben?
Wir haben Bock weiterzuerzählen,
aber keinen Druck.
Wenn nicht, was kommt
als Nächstes?
Kennen Sie den: Willst du
Gott zum Lachen bringen,
dann erzähl ihm von deinen
Plänen. Ich bin nicht religiös,
aber es ist so: Ich wäre glücklich,
wenn es so weitergehen
würde wie bis jetzt. (NEWS)
Erstellt: 02.12.2009, 17:04 Uhr
Kultur
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!





