Kampf der Sexsymbole

Aktualisiert am 09.09.2010 1 Kommentar

Die Briten Hugh Grant und Colin Firth feiern ihren 50. Und immer noch stellt sich die Frage: Welcher Schauspieler bereitet Frauen mehr schlaflose Nächte?

1/9 «Sonnyboy oder Familienmensch? Renee Zellweger hatte als Bridget Jones die Wahl zwischen Hugh Grant und Colin Firth.
Bild: Keystone

   

Artikel zum Thema

Umfrage

Wer besitzt mehr Sex-Appeal?

Colin Firth

 
54.9%

Hugh Grant

 
45.1%

308 Stimmen


Welcher Schauspieler bereitet Frauen mehr schlaflose Nächte: Hugh Grant oder Colin Firth? Bei Bridget Jones, der Heldin der beiden «Schokolade zum Frühstück»-Komödien, in denen die zwei Briten als Konkurrenten um ihre Gunst antreten, hat Colin Firth einen kleinen Vorsprung. Er ist darin der Mann zum Heiraten und Kinderkriegen, Hugh Grant derjenige für alles andere. Die beiden englischen Schauspieler werden mit nur einem Tag Unterschied 50 Jahre alt.

Als hölzerner, Unterhosen faltender Anwalt eroberte Colin Firth alias Mr. Darcy (geboren am 10. 9. 1960) zwar die Herzen der leicht verschlampten Bridget und der Engländerinnen, die ihn seit der BBC-Verfilmung 1995 von Jane Austens «Stolz und Vorurteil» zum Sexsymbol kürten. Deshalb liess die Autorin der Bridget-Jones-Romane, Helen Fielding, ihr Alter Ego Bridget für Firth alias Mr. Darcy schwärmen. Ausserhalb der Insel indes erschloss sich Zuschauerinnen kaum, was an dem Schauspieler, dessen charakteristischer Gesichtsausdruck der eines Mannes ist, der in eine Zitrone gebissen hat, so toll sein soll.

Zwei Briten, mal sauer, mal süss

Firth verhält sich zu Hugh Grant (geboren am 9. 9. 1960) wie Dr. Jekyll zu Mr. Hyde: Der anfangs in B-Movies dahindümpelnde Grant zog erstmals in Roman Polanskis «Bitter Moon» die Aufmerksamkeit auf sich und verwandelte mit seinem tollpatschig stammelnden Charme die an sich recht lahme Komödie «Vier Hochzeiten und ein Todesfall» 1994 in einen Welterfolg. Seither gilt er als ewig attraktiver Lausbub und heiratsunwilliger Junggeselle, dessen selbstironische Ausstrahlung an Namensvetter Cary Grant erinnert. Hollywood angelte sich den attraktiven Briten sogleich mit der Komödie «Neun Monate» mit Julianne Moore.

Der ewige Sonnyboy überlebte selbst den weltweiten Skandal, den er 1995 in Los Angeles durch illegalen öffentlichen Sex mit einer Prostituierten verursachte. In der Romanze «Notting Hill» von 1999 blickt er erneut drein, als könne ihn kein Wässerchen trüben und freit keine Geringere als Julia Roberts. Erfolgreich variierte er seither an der Seite schöner Frauen die Rolle des bindungsscheuen Hallodris - neben «Schokolade zum Frühstück» mit Renée Zellweger in «About A Boy» mit Rachel Weisz, «Ein Chef zum Verlieben» mit Sandra Bullock, «Mitten ins Herz» mit Drew Barrymore und «Haben Sie das von den Morgans gehört?» mit Sarah Jessica Parker.

Der introvertierte Spätzünder überflügelt den müden Lebemann

Während sich Grant in Romanzen verschliss und fast vergessen machte, welch grossartiger Schauspieler er ist, stand Nieselpriem Firth stets in seinem Schatten. Gibt es eine Rolle mit dem Stempel «very british» zu besetzen, fällt die Wahl meist auf Firth, den Abkömmling von Missionaren und Professoren. So war er in vielen renommierten Oscar-Wilde-Verfilmungen und vor kurzem im «Bildnis des Dorian Gray», zu sehen. Hochgelobt wurde Firth auch als Maler Jan Vermeer im Kostümfilm «Das Mädchen mit dem Goldenen Ohrring». Doch seit er für das Schwulendrama «A Single Man» 2010 fast den Oscar gewann, ist der Spätzünder international auf Erfolgskurs.

Während Firth vier neue Filme in der Pipeline hat, bekundet sein zynisch gewordener Dauerkonkurrent, keine Lust mehr an der Schauspielerei zu haben. Auch ihr Privatleben ähnelt ihren Rollen; zuletzt trennte sich Hugh Grant von Society-Schönheit Jemima Khan, die ihn nicht zum Vaterwerden überreden konnte. Mr. Firth hingegen lebt in einer skandalfreien zweiten Ehe, hat drei Kinder, engagiert sich für die Dritte Welt und kauft fair gehandelten Kaffee. Als Sexsymbol der denkenden Frau tituliert, erwiderte er mit britischem Humor «Manchmal frage ich mich, ob es nicht mehr Spass wäre, das Sexsymbol der nicht denkenden Frau zu sein.» (phz/dapd)

Erstellt: 09.09.2010, 15:14 Uhr

1

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

1 Kommentar

Kim Müller

09.09.2010, 15:47 Uhr
Melden

Diese zwei sollen Sexsymbole sein??? Dann bin ich wohl eine nichtdenkende Frau.... oder ich stell mir unter sexiness wohl einfach etwas anderes vor...z. B hugh jackmann..immerhin ein Mann und kein Lausbub mit 50! Antworten



Kultur

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Kultur

Bestenlisten

Kino
Kinoeintritte Schweiz

17.Mai 2012- 23. Mai 2012

1.14The Dictator52'345
2.1Dark Shadows18'047
3.3The Avengers13'622
4.2American Pie: Reunion13'491
5.28Salmon Fishing In The Yemen6'807
Mehr
Musik
Schweizer Hitparade

19.Dezember 2011 - 25.Dezember 2011

1.221, Adele
2.1Lioness; Hidden Treasures, Amy Winehouse
3.6Christmas, Michael Bublé
4.3Imaginaerum, Nightwish
5.5Made In Germany 1995-2011, Rammstein
Mehr
Bücher
Bestseller

14.Mai 2012 - 20.Mai 2012

1.1Mein Weg zu dir, Nicholas Sparks
2.2Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, Jonas Jonasson
3.3Delikatessen, Martin Walker
4.4Spaziergänge, Franz Hohler
5.5Die Tränen der Maori-Göttin, Sarah Lark
Mehr

Umfrage

Waren Sie schon mal in einem Pfingstlager?




Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?

Ja, auf jeden Fall

 
15.1%

Nein, interessiert mich nicht

 
40.2%

Erst wenn die Geräte billiger geworden sind

 
35.1%

Ich habe schon einen

 
9.7%

3308 Stimmen