«Borat»-Darsteller als Schweizer TV-Journalist getarnt
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 31.03.2009
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Sasha Baron-Cohen als Brüno auf dem Prada-Laufsteg in Mailand
In «Brüno» will Cohen «der berühmteste Österreicher seit Hitler» werden. Er ist homosexuell und rassistisch, aber in erster Linie - eine satirische Filmfigur. Als solche konfrontiert er Passanten mit politisch völlig unkorrekten Fragen und erntet haarsträubende Antworten: Er schlägt Eltern vor, einer Dreijährigen Fett abzusaugen oder ein Baby in eine Nazi-Uniform zu stecken. Beides findet Zustimmung.
Wie man auf solche Szenarien hereinfallen kann? Ganz einfach: Cohen trickst seine Opfer unter Vorgabe einer falschen Identität aus - in diesem Fall eben als besagter Modejournalist. Wie nun herauskam, gehören nicht nur ein deutscher Akzent und homosexuelle Gebärden zu seiner Tarnung, sondern auch unzählige Scheinfirmen.
Swiss Entertainment Television
Cohen gaukelt seinen Interview-Partnern vor, dass sie von Hollywood-Produktionsfirmen gefilmt würden. Zum Beispiel Amesbury Chase Productions, Chromium Films oder Cold Stream Productions. Tatsächlich sind die Firmen im Handelsregister eingetragen. Die Adresse am berühmten Sunset Boulevard entpuppt sich aber als Postfach.
Obige Unternehmen sind nun aufgeflogen, mitsamt ihrer gefälschten Websites. Laut US-Medien hat Cohen aber noch weitere 20 imaginäre Firmen in der Rückhand. Weil Brüno deutschsprachig ist, befinden sich darunter auch Schweizer Fake-Firmen, etwa «Channel 1 Switzerland», «Swiss Television 1» oder «Swiss Entertainment Television». Web-Auftritte zu diesen Sendern gibt es bisher nicht.
Brüno ist das dritte Alter Ego Cohens nach Rapper Ali G und dem Kasachen Borat. Im Sommer dieses Jahres soll der Film in die Kinos kommen. Titel: «Brüno – Köstliche Reisen durch Amerika, damit heterosexuelle Männer sich sichtlich unwohl fühlen in Gegenwart eines schwulen Fremden mit schmuddeligem T-Shirt». (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.03.2009, 13:31 Uhr
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