Behinderte als TV-Stars bei SF
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Das Schweizer Fernsehen (SF) entwickelt Doku-Serien mit geistig behinderten Menschen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Schon im Sommer soll eine siebenteilige Soap mit Behinderten und Nicht-Behinderten in einer Badeanstalt zu sehen sein. Produziert werden soll die Unterhaltungssendung vom Schweizer Ableger der holländischen Firma Endemol, die mit umstrittenenen Sendungen wie «Big Brother» oder «Black 'n Blond» berühmt wurde.
«Wir sind uns bewusst, dass es schwierig sein wird, mit Behinderten unverkrampft und gleichzeitig respektvoll umzugehen», sagt SF-Direktor Ueli Haldimann. «Aber wir wollen es wagen.»
Bereits Ende Jahr soll eine weitere Serie über eine Behinderten-WG auf Sendung gehen. Mark Zumbühl von der Behindertenorganisation Pro Infirmis steht dem Projekt wohlwollend gegenüber, warnt aber auch: «Behinderte dürfen nicht als Kasperlis missbraucht werden.» Die Organisation soll an der Ausarbeitung des Konzepts beteiligt werden.
(bru)
Erstellt: 15.03.2010, 11:15 Uhr
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